250 Dinge, die wir an der Region mögen (206): Der Salzborn an der Haune

Wasser mit Wirkung

.... und der Salzborn. Fotos Jeuthner

Rothenkirchen. Eigentlich gibt es keinen rechten Hinweis auf ihn, und der Wanderer, der hier vorbei kommt, trifft eher zufällig auf den Salzborn an der Haune. Holzbänke und Tische an dem Sträßchen laden zum Verweilen ein, ein ideales Plätzchen zum Ausruhen und Entspannen.

Sollte der Spaziergänger nun auf die Idee kommen, hier seinen Durst zu stillen, wird er das übliche Schild „Kein Trinkwasser“ an der beeindruckend gestalteten Buntsandsteineinfassung der Quelle vermissen. Denn man kann es trinken, dieses Wasser, aber besonders gut schmeckt es nicht. Es ist salzig und die Tafel an der Treppe gibt an, dass es sich bei diesen beiden aus dem Zechstein aufsteigenden Mineralquellen, die in die Haune fließen, um ein Natrium-Calcium-Chlorid-Sulfat-Wasser handelt, ähnlich dem der Hersfelder oder Salzschlirfer Heilbrunnen. Man sagt ihm heilsame Wirkung nach und wahrscheinlich – so heißt es weiter– haben Menschen schon seit der älteren Steinzeit dieses Wasser gebraucht.

Urkundlich erwähnt wurde der Salzborn erstmals 1501. Später begann man aus dem Wasser dieser Quellen Salz zu schürfen. Vom oberhalb der Straße liegenden „Salzhäuschen“ gibt es bisher noch keinen Hinweis auf seine Bedeutung. Eine sakrale Nutzung im Zusammenhang mit dem Salzbrunnen sei aber denkbar. Seit 1987 ist der idyllisch gelegene Salzborn nun als Naturdenkmal ausgewiesen. Der Informationstafel kann man entnehmen, dass das Wasser laufend von der Außenstelle der Hessischen Landesanstalt für Umwelt in Kassel untersucht werde und von jedermann genossen werden könne.

Von Elfriede Jeuthner

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