Die katholische Kirche St. Michael in Neukirchen wird saniert – Freiwillige Helfer

Wasser und frische Farbe

Mit der Innenrenovierung inklusive eines neuen Anstrichs ist schon im vergangenen Jahr begonnen worden.

Neukirchen. 50 Jahre nach der Weihe gab es in der katholischen Kirche St. Michael in Neukirchen im vergangenen Jahr noch kein fließendes Wasser in der Küche, und auch warmes Wasser war in der Kirche nicht vorhanden. „Bei Veranstaltungen mussten wir das Wasser zum Spülen in Eimern holen“, verdeutlicht Martin Richter den fehlenden „Luxus“, der heute eigentlich selbstverständlich ist. „Wir haben uns mit primitivsten Mitteln beholfen“, sagt auch Hartmut Thuy.

Unterstützung vom Bistum

Es wurde also höchste Zeit, dass sich etwas ändert. In drei Bauabschnitten wird die Kirche rundum saniert und modernisiert. Möglich ist das dank großzügiger Unterstützung des Bistums Fulda, wie Pfarrer Gerhard Bug berichtet, und dank einiger freiwilliger Helfer aus dem Kreis der aktiven Gottesdienstbesucher, die nach Feierabend und an den Wochenenden tatkräftig anpacken, wo keine Fachfirma ran muss. Neben Martin Richter und Hartmut Thuy gehören zu den aktiven Helfern Stephan Bernhard, Michael Licht und Maria Mager. „Es ist schön, dass sich dieser Kreis von Freiwilligen gefunden hat, der sich so bemüht“, lobt Bug, der seit 1977 als Pfarrer für Neukirchen zuständig ist und zuvor bereits als Kaplan dort war. Maria Mager und ihre Schwester Anna Rosensprung haben schon die Grundsteinlegung der Kirche miterlebt.

Mit der Innenrenovierung inklusive eines neuen Anstrichs im ersten Bauabschnitt ist im vergangenen Jahr begonnen worden, Anfang dieses Jahres wurden dann die Küche neu gemacht und die zuvor geschotterte Einfahrt gepflastert.

Im zweiten Bauabschnitt wird die Kirche nun auch von außen aufgehübscht und erneuert. Der brüchig gewordene Turm, von dem sich bereits Betonbrocken gelöst hatten, musste kernsaniert werden, seit einigen Wochen schweigt deshalb auch die Glocke.

Im Zuge der Außenputzarbeiten haben die freiwilligen Helfer die Fensterrahmen abgeschliffen und neu gestrichen.

Der dritte Bauabschnitt sieht die Fertigstellung der Außenputzarbeiten vor. Zudem sollen neue Türen bestellt und irgendwann der düstere Aufenthaltsraum modernisiert werden. Die weitere finanzielle Unterstützung des Bistums sei so gut wie sicher, berichtet Pfarrer Bug, Spenden für die Modernisierung seien aber natürlich ebenfalls willkommen.

Das fertige Werk wird sich Bug indes wohl außer Dienst anschauen müssen, denn der 75-Jährige geht zum 1. August 2015 in den Ruhestand. Vielleicht sind bis dahin aber auch die restlichen Arbeiten erledigt, das nötige Gottvertrauen ist jedenfalls vorhanden; der Pfarrer gibt sich optimistisch. Sein Nachfolger darf sich über ein schönes, neues Gotteshaus freuen – und in der Küche gibt es inzwischen sogar eine moderne Kaffeemaschine. Hintergrund

Von Nadine Maaz

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