Die Bahn lässt auf  über 700 Metern bauen – Kosten übernimmt der Bund

Neukirchen: Wände gegen den Lärm

Neukirchen. Am Bahnhof in Haunetal-Neukirchen stehen die Pfosten, einige hundert Meter weiter in Richtung Meisenbach sind schon die ersten grün-weißen Wände zu sehen. Die Bahn lässt auf über 700 Metern entlang der Gleise die von vielen Bürgern lang ersehnten Lärmschutzwände bauen. Im Dezember sollen die Arbeiten beendet sein und der Lärm durch Güter- und Personenzüge abnehmen.

Die drei Meter hohe Schallschutzwand auf der Südseite der Bahnstrecke Frankfurt-Göttingen teilt sich in zwei Bereiche, die vom Bahnhofsgebäude und der Brücke unterbrochen werden. Teil eins mit 562 Metern betrifft den Bereich Bahnhofstraße und Hauptstraße, Teil zwei mit 171 Metern den Bereich Kirchberg.

Die Schallschutzwände werden mittels Rammrohrgründungen erstellt und bestehen aus Stahlpfosten und hochabsorbierenden Aluminiumelementen, die für eine deutliche Lärmminderung sorgen sollen.

Die Pläne hatte ein Projektleiter der Bahn im Mai 2014 vor etwa 40 interessierten Bürgern bei einer Informationsveranstaltung im Rustikana erläutert. „Es kann nur besser werden“, hatte Axel Henning damals gesagt, der seit über 50 Jahren in 50 Metern Entfernung zu den Bahnschienen lebt und vor allem die Güterzüge als Lärmquelle ausmacht. Schon 2001 hatten die Haunetaler Gemeindevertreter den Vorstand damit beauftragt, Kontakt zur Bahn aufzunehmen und Lärmschutzmaßnahmen prüfen zu lassen. 2011 hatte die Bahn Schallschutzwände für 2014 in Aussicht gestellt. Der für diesen Sommer angekündigte Bau wird nun in die Tat umgesetzt.

Die Kosten in Höhe von rund einer Million Euro übernimmt der Bund im Rahmen des Lärmsanierungsprogramms.

Fertigstellung im Dezember

Laut Regina Marusczyk, Bahn-Sprecherin für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland, verlaufen die Arbeiten planmäßig, sodass einer Fertigstellung wie vorgesehen im Dezember nichts im Wege stehen sollte. Bei der farblichen Gestaltung der Aluminiumelemente hatten die Anwohner ein Wörtchen mitreden können. Sie waren von der Gemeinde schriftlich aufgefordert worden, ihre Wünsche mitzuteilen. Das Ergebnis wurde der Bahn mitgeteilt.

Einen grün-weißen-Farbverlauf haben die Wände nun, die im Bereich Kirchberg schon von Weitem zu sehen sind. In den kommenden Wochen werden auch die restlichen Elemente errichtet.

Von Nadine Maaz

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