Vorstand informiert über Fusionspläne und stellt Vorteile für die Region dar

VR-Bank kämpft ums Haunetal

Informationen aus erster Hand: Die Vorstandsmitglieder der VR-Bank Thomas Balk und Hartmut Apel (von links).

Neukirchen. Die VR-Bank Bad Hersfeld-Rotenburg wirbt weiter um eine Fusion mit der Raiffeisenbank Haunetal. Wie berichtet, favorisiert deren Vorstand aber eine Fusion mit der VR-Bank Nord-Rhön in Hünfeld. Die VR-Bank aus Bad Hersfeld hatte deshalb zu einer gut besuchten Mitglieder-Informationsveranstaltung eingeladen, bei der die Vorstandsmitglieder Hartmut Apel und Thomas Balk über die Fusionspläne referierten. Die 18 960 Mitglieder sind nicht nur Eigentümer der Bank, sondern haben auch besondere Privilegien wie ein Mitsprache- und Informationsrecht.

Vorteile für die Region

Es sei schade, wenn kleine, regionale Banken wie die Raiffeisenbank Haunetal in den Nachbarkreise ziehen möchten, wo sie doch eigentlich zum Kreis Hersfeld-Rotenburg gehörten, sagte Balk.

Apel und Balk berichteten, dass die Kollegen der Raiffeisenbank Haunetal nur einmal mit ihnen gesprochen hätten ohne dabei über konkrete Fusionsinhalte zu reden. „Wir bedauern sehr, dass wir uns nicht intensiv miteinander über mögliche Fusionsinhalte austauschen konnten“, sagte Balk. Auch seien viele weitere Gesprächsanfragen sowie ein Vorschlag zu einer gemeinsamen Informationsveranstaltung vom Vorstand und Aufsichtsrat der Raiffeisenbank Haunetal abgelehnt worden.

Apel und Balk hoffen jedoch nach wie vor auf ein Gespräch mit den Vorständen und dem Aufsichtsrat der Raiffeisenbank Haunetal, um einen Zusammenschluss konkret zu besprechen und Entscheidungsprozesse im Sinne der Region zu gestalten.

Die Vorstände der Hersfelder VR-Bank bestätigten erneut, dass im Falle einer Fusion mit ihnen die Filialen in Buchenau, Neukirchen und Unterhaun dauerhaft erhalten bleiben würden. Die Filiale in Unterhaun soll sogar neu gebaut werden.

Die Raiffeisenbank Haunetal und die VR-Bank Bad Hersfeld-Rotenburg arbeiten bereits seit vielen Jahren der VR-Immobilien & Service GmbH erfolgreich zusammen. Seitens der VR-Bank werde darüber nachgedacht, über diese Tochter-GmbH zusätzliche Arbeitsplätze in Unterhaun zu schaffen.

Apel stellt zudem klar, dass das bestehende Warengeschäft der Raiffeisenbank Haunetal im Rahmen der Kooperation mit der VR-Immobilien- und Service GmbH weitergeführt und ausgebaut würde. Ergänzend stellte Balk klar, dass die Arbeitsplätze und Gewerbesteuereinnahmen dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg und den ansässigen Gemeinden erhalten bleiben würde.

Große Herausforderungen

Angesichts der wachsenden Herausforderungen durch niedrige Zinsen, die fortschreitende Digitalisierung, den demografischen Wandel und die regulatorischen Vorgaben für Banken aus Berlin und Brüssel sei es wichtig, die regionalen Kräfte durch Fusionen zu bündeln, um eine leistungsstarke, genossenschaftliche Regionalbank im Kreis Bad Hersfeld-Rotenburg zu erhalten. (red/kai)

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