Haunetaler SPD kritisiert Bürgermeister Euler und die Fraktionen von CDU und FWG

„Volles Gehalt ohne Gegenleistung“

Haunetal. Die Haunetaler SPD-Fraktion schießt scharf gegen die CDU und FWG, weil diese am 25. Februar den Antrag des erkrankten Bürgermeisters Stefan Euler auf Ausscheiden aus dem Amt wegen fehlenden Vertrauens von seiten der Gemeindevertretung abgelehnt hatten.

„Dank CDU und FWG ein weiterer Monat volles Gehalt ohne Gegenleistung“, schreibt der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank Neuber in einer Pressemitteilung. Denn Euler ist auch weiterhin krankgeschrieben, die aktuelle Krankmeldung reicht bis Mitte April.

„In Summe belaufen sich die Gehaltszahlungen seit Beginn seiner Erkrankung auf rund 50 000 Euro“, kritisiert Neuber. „Hatte Herr Euler über die Medien vor vier Wochen noch öffentlichkeitswirksam verkünden lassen, dass er natürlich seinen Dienst wieder antreten werde, trudelte nunmehr eine erneute Krankmeldung auf postalischem Weg in der Gemeindeverwaltung ein“, so Neuber weiter. „Ein direkter Kontakt zwischen dem Bürgermeister und dem Gemeindevorstand und der Gemeindeverwaltung findet leider anscheinend weiterhin nicht statt.“

Wäre der Bürgermeister, wie angekündigt, tatsächlich arbeitswillig, hätte er laut Neuber unabhängig von der Erkrankung nach der letzten Gemeindevertretersitzung ein direktes, klärendes Gespräch mit dem Gemeindevorstand suchen müssen. Die SPD-Fraktion sieht sich insofern in ihrer bei der letzten Gemeindevertretersitzung geäußerten Einschätzung bestätigt. „CDU und FWG haben die alleinige Verantwortung für die weitere Hängepartie und die daraus resultierenden Kosten“, meint Frank Neuber. Die SPD hatte dafür gestimmt, den Antrag des Bürgermeisters unter anderem aus Kostengründen zu akzeptieren. Der Gemeindevorstand hat bereits eine amtsärztliche Untersuchung beantragt (die HZ berichtete). (red/nm)

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