Über 170 Gäste im Bürgerhaus – Musik und Gedichte

Seniorennachmittag in Unterhaun: So viele Besucher wie nie

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Volles Haus: 170 Gäste waren beim Seniorennachmittag in Unterhaun.

Unterhaun. Über 170 über 70 Jahre alte Mitbürger – und damit so viele wie noch nie – konnte Bürgermeister Harald Preßmann am Samstag zum traditionellen Seniorennachmittag der Gemeinde Hauneck im Unterhauner Bürgerhaus begrüßen.

Klar, dass es da ein bisschen enger, vielleicht aber auch gemütlicher zuging. Nicht zuletzt deshalb, weil der Shanty-Chor Unterhaun schon mit seinem Eröffnungslied einen großen Bogen schlug und die Besucher von Haune und Eitra an die Gestade des weiten Meeres entführte. „Ich liebe die Nordsee“, sangen die von Volker Henning dirigierten Freunde des maritimen Gesangs. Später gaben sie sechs Strophen, zum Teil auch amüsanten, „Hafenunterricht“ und zusammen mit dem Auditorium intonierten sie „Wo die Nordseewellen trecken an den Strand“.

Viel Freude bereiteten den in Ehren ergrauten Hauneckern auch die Kinder der Kindertagesstätte „Villa Kunterbunt“. Sie traten als Plätzchenbäcker auf, und gaben neben einigen Gedichten den bekannten Rolf-Zuckowski-Ohrwurm „In der Weihnachtsbäckerei“ zum Besten, am Akkordeon begleitet von Monika Löffler. Darüber hinaus verteilten sie jede Menge Tüten mit selbstgebackenen Plätzchen. Etwas später ließen die Kinder der 3. und 4. Klasse der Astrid-Lindgren-Schule die allgegenwärtigen „Jingle Bells“ läuten, und unter der Leitung ihres Gitarre spielenden Lehrers Stefan Kasper wiesen sie mit „This Little Light of Mine“ auf den wahren Sinn von Weihnachten hin.

Den veranschaulichte auch Pastoralreferentin Gabriele Beck, die von den Sorgen der Herbergssuchenden erzählte – so wie sie in der Bibel festgehalten sind und so wie sie jetzt ganz unmittelbar von vielen Menschen – Flüchtenden und Aufnehmenden – erlebt werden. Mit einem von ihr vorgetragenen aus Tirol stammenden Lied machte sie Mut, gerade in der Adventszeit den Ernst des Lebens zu erkennen und den christlichen Auftrag zu erfüllen.

Haunecks Bürgermeister Harald Preßmann (kleines Bild links) und Erster Beigeordneter Georg Ruppel gratulieren dem 93-jährigen Rotenseer Richard Fiebig zu seinem „ersten Platz“.

Pfarrer Andreas Staus steuerte ein ihm von der kürzlich verstorbenen, langjährigen Vorsitzenden des Blindenbundes Osthessen, Irene Kersting, gewidmetes Gedicht bei, und Pfarrer Karl-Josef Gruber sprach vom Wichtigsten, „alle Jahre wieder“ in die Herzen der Menschen kommenden. Gertraude Scholz erzählte, wie aus einer ursprünglich nur bescheiden geplanten „Familienweihnacht“ eine Vollversammlung mit zugelaufenem Hund wurde, und Nele Kraft erinnerte mit der Geschichte „Der Engel“ an einen Freund, der nicht mehr da ist. Mit dem gemeinsam gesungenen Lied „Alle Jahre wieder“ klang der Nachmittag aus.

Ältester Teilnehmer des von vielen fleißigen Helfern organisierten Beisammenseins in Unterhaun war der 93-jährige Richard Fiebig aus Rotensee. Er konnte einen gut gefüllten Wurstkorb in Empfang nehmen. Genauso gut „erging“ es den allesamt in Unterhaun wohnenden Nächstplatzierten: Rudolf Dana (92 Jahre), Käte Hühn (92 Jahre), Anna Rehbein (90 Jahre) und Hans Horn (89 Jahre) sowie den unter allen Anwesenden als Wurstkorb-Gewinner Ausgelosten: Inge Cwielong, Anna Gebauer, Willi Manns, Veronika Schüler und Gisela Vieldorf. (apl)

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