Eiterfeld: FWG und SPD bemängeln Härtegrad

Zu viel Kalk im Trinkwasser?

Eiterfeld. Die Eiterfelder Koalitionsfraktionen FWG und SPD haben für die nächste Gemeindevertretersitzung im September einen Antrag eingebracht, mit dem der Gemeindevorstand beauftragt werden soll, Möglichkeiten zur Optimierung der Trinkwasserversorgung in Ufhausen, Unterufhausen und Soisdorf zu erarbeiten.

Laut Theodor Kohlmann, Fraktionsvorsitzender der FWG-Fraktion, bemängeln Bürger der genannten Ortsteile zunehmend das stark kalkhaltige Trinkwasser und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Hausinstallation. Hubert Wittner, Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion, zufolge weist der Brunnen Soidorf für die Ortsteile Soisdorf, Unterufhausen und Ufhausen einen Härtegrad von 21,3 dH auf, während die Wasserhärte beim Brunnen Reckrod, der die übrigen 15 Ortsteile der Marktgemeinde versorgt, bei 11,8 dH liegt.

Bei der Härtegradeinteilung, die in Deutschland in vier Stufen von weich bis sehr hart reicht, würde sich dieser Wert an der Schwelle zur höchsten Stufe befinden. Bei Härtegraden über 21,3 dH würde man von sehr hartem Wasser sprechen.

Wie der Pressesprecher der FWG-Fraktion, Hans-Peter Zimmermann, der selbst in einer der betroffenen Ortschaften wohnt, berichtet, müssten sämtliche Maschinen und Gegenstände, die mit dem stark kalkhaltigen Wasser in Kontakt kommen, wie Kaffeemaschinen, Wasserkocher oder Perlatoren der Armaturen alle drei Wochen entkalkt werden.

Außerdem würde jede Wasserentnahme einen immensen Putzaufwand nach sich ziehen, die notwendige hohe Dosierung von Wasch- und Spülmittel belaste zudem die Umwelt und den Geldbeutel der Bürger.

Bereits bei einer gemeinsamen Klausurtagung im Januar sei dieses Thema von den Koalitionsfraktionen erörtert worden, die die Aufnahme einer alternativen Wasserversorgung in das Investitionsprogramm der Marktgemeinde Eiterfeld veranlassen wollen. (red/nm)

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