Orchesterverein Eiterfeld und Ulfener Jungs begeistern bei Freundschaftskonzert

Da vibriert der ganze Saal

Zwei Solisten auf dem Waldhorn: Der Bad Hersfelder Martin Bloch sowie Roland Bodenstein. Beide spielen seit Jahren bei den Ulfener Jungs. Foto: Desoi

Eiterfeld. Das Freundschaftskonzert des Orchestervereins Eiterfeld (OVE) mit der Blaskapelle Ulfener Jungs war restlos ausverkauft. Ein volles Bürgerhaus in Eiterfeld dankte den engagierten Musikern mit viel Applaus.

Der Zuschauer konnte nur ahnen, welche ungeheuren Anstrengungen die Vorbereitungsarbeiten den Aktiven abverlangte. Was sich da als stimmungsgeladenes, lockeres Konzert auf der Bühne präsentierte, wurde mit grenzenloser Leidenschaft in vielen Übungsstunden gestaltet. OVE-Dirigent Heiko Waterkamp ließ dies in seiner Vorrede anklingen und entschuldigte sich fast bei seinen 48 Musikanten, dass er sie so hart hatte rannehmen müssen. Die musikalische Führung teilte sich Waterkamp mit Christopher Dehl.

Die Teenies des OVE unter Leitung von Frank Herr zeigten ihr großes Potenzial mal langsam und in Harmonie schwelgend mit „Friends for life“ von Dizzy Stratford, mal fetzig, schnell und voller Kraft mit „Mister Dixie“ von Willi Löffler. Die Blech- und Holzbläser setzten noch eins drauf mit dem „Baby Elephant Walk“ von Henry Mancini, frech und schwungvoll vorgetragen.

Der Saal vibrierte, als das gesamte Orchester mit den 48 Musikern bei der kraftvollen, energiegeladenen Overtüre „Choreography“ von Robert Sheldon loslegte. Nach „Dakota“ mit musikalischen Einblicken in die Geschichte, Kultur und den Untergang der Dakota Indianer hielt es auch Bürgermeister Hermann Josef Scheich nicht mehr auf dem Stuhl, und er sprach eine kurze Dankesrede an den Verein und die Aktiven. Ann-Katrin Miches und Sophia Herr gaben zu den einzelnen Musikstücken wertvolles Hintergrundwissen. Ohne gewaltigen Begeisterungsapplaus und ohne mehreren Zugaben ließ das Publikum das beliebte Orchester nicht von der Bühne.

Den ersten Kontakt zu den Ulfener Jungs gestaltete sich für die Eiterfelder in den 80er Jahren. Margot Giebel aus Arzell heiratete Lothar Wehner und zog nach Ulfen (ein Stadtteil von Sontra). Beide kamen aus musikalischen Familien und viele ihrer Verwandten waren im OVE oder bei den Ulfener Jungs engagiert. So gestalteten sich viele Freundschaftstreffs und Begegnungen. Der musikalische Leiter und Dirigent der Ulfener Jungs, Thorsten Meissl, stellte erst einmal klar, dass auch Frauen und Mädchen bei den Ulfener Jungs mit musizieren.

Die 45 Musiker begeisterten das Eiterfelder Publikum. Besonders viel Applaus erhielt das „Hornfestival“ von Kurt Gäble. Die zwei Solisten Martin Bloch und Roland Bodenstein spielten Waldhorn vom Feinsten. In dem Stück vereinigten sich klassische und populäre Elemente zu einer wohlklingenden Melodie. Mit „Showtime“ von Kurt Gäble, dem „Russian Waltz“ von Pavel Stanek , dem Medley „Let me entertain you“ von Robbie Williams und Guy Chambers, einer Tanzeinlage mit Twist und Rock‘n Roll aber auch den volkstümlichen „Zwei Egerländern in Oberkrain“ mit den Solisten Torsten Meissl und Sebastian Walter zeigte die Kapelle ihre enorme Bandbreite. Für das Publikum gab es kein Halten mehr. Es wurde mitgeklatscht und ohne Zugabe durften die Ulfener Jungs nicht von der Bühne.

Von Christa Desoi

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