Haunecker Firmen präsentierten sich bei dritter Gewerbeausstellung

Unternehmen überzeugen

Fit bleiben: Neben den Haunecker Unternehmen präsentierte sich auch die Diakonie mit (von links) Jutta Preiß-Völker und Heike Fischer-Preßmann sowie Bürgermeister Harald Preßmann und Elke Künholz, die unter anderem Gedächtnistraining anbot. Fotos: Wagner

Unterhaun. „Heute suchen die Menschen im Geschäft nach Produkten, aber kaufen sie anschließend im Internet. So kann es nicht weitergehen.“ Mit aufrüttelnden Worten eröffnete die Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz am vergangenen Sonntag die dritte Haunecker Gewerbeausstellung.

Sie nannte die Veranstaltung ein „Schaufenster für den regionalen Handel“ und lobte das Engagement der lokalen Unternehmen, die gleich dreifach mit Leistung, Preis und Service überzeugten. Im Bürgerhaus Unterhaun präsentierten sich rund 20 Firmen. „Wir dürfen uns nicht verstecken, denn die Konkurrenz schläft nicht“, ermahnte die 56-jährige Politikerin alle Gewerbetreibenden in ihrer Eröffnungsrede. Die Gewerbeschau sei eine gelungene Werbung für die Heimat. Bürgermeister Harald Preßmann wies ebenfalls auf die Notwendigkeit einer florierenden Wirtschaft für die Gemeinde hin. „Wenn es den Gewerbetreibenden gut geht, geht es uns auch gut.“

Auszubildende finden

Tiefgreifende Veränderungen auf dem lokalen Arbeitsmarkt thematisierte hingegen Wilhelm Glebe vom Gewerbevorstand. Er wies auf die momentanen Schwierigkeiten von Unternehmen hin, Auszubildende zu finden und hob den scharfen Kontrast zu der Situation während der ersten Gewerbeausstellung vor drei Jahren hervor, als es nicht an Auszubildenden, sondern an verfügbaren Lehrstellen mangelte. „Vielleicht ist es jetzt unsere Aufgabe, den Flüchtlingen zu helfen, indem wir ihnen Arbeit geben“, schlussfolgerte er und gab den Anwesenden so einen gelungenen Denkanstoß, der auch Bürgermeister Harald Preßmann dazu brachte, die Flüchtlingssituation im Kreis noch einmal zum Thema zu machen. „Letzte Woche kamen über 120 Flüchtlinge neu in unserem Kreis. Wir können helfen und wir müssen helfen.“

Neben der großen Ausstellungsfläche im Bürgerhaus, auf der sich bis zum späten Nachmittag zahlreiche Bürger tummelten, wurde den Besuchern auch im Vorraum der Halle und auf dem Außengelände viel geboten. Es gab eine Hüpfburg und einem Kletterberg für die jungen Besucher, Führungen durch die neue Kindertagesstätte „Kunterbunt“ sowie ein unterhaltsames Nachmittagsprogramm. Unter anderem zeigten die Twinglegirls des TSV Oberhaun, die Bodeser Dorfsänger und die Glitzerfröschchen des SC 76 Rotensee ihr Können. Die morgendliche Eröffnung wurde von den Blechbläsern der Modell- und Gesamtschule Obersberg sowie der Konrad-Duden-Schule umrahmt. Außerdem konnten alle Besucher an einer Tombola teilnehmen, mit deren Erlös eine neue Kugelbahn für die angrenzende Kindertagesstätte finanziert werden soll.

Von Nicole Wagner

Kommentare