Projekt zum Hochwasserschutz in Rhina gegen Willen der SPD gestoppt

„Zu ungewiss und zu teuer“

Rhina war schon häufiger von Hochwasser betroffen. Foto: HZ-Archiv

Haunetal. Das Projekt Hochwasserschutz Rhina, wie es zuletzt Ende Juni vom beauftragten Planungsbüro Vollmer vorgestellt worden war (HZ berichtete), ist auf Antrag von CDU und FWG gestoppt worden.

Die bisherigen Planungen werden demnach nicht umgesetzt; die Sanierung des Rhinabaches soll aber weiterhin Thema sein, betonen CDU und FWG, die angesichts der hohen finanziellen Belastungen für eine Stornierung warben. „Das Projekt wird sehr teuer, aber der Erfolg ist nicht abzuschätzen.“

„Keine optimale Lösung“

Auch Bürgermeister Stefan Euler hatte „mit den Planungen des Büros Vollmer Bauchweh“ und war dafür, „die bisherige Planung ad acta zu legen“. Man habe leider nicht die optimale Lösung gefunden.

Von Seiten der SPD gab es ordentlich Gegenwind, immerhin seien für die Planungen ja bereits Kosten entstanden, und ob es für neue Pläne in Zukunft ebenfalls eine finanzielle Förderung gebe sei ungewiss. Für das bisherige Projekt war eine Förderung von 59 Prozent der förderfähigen Summe in Höhe von 600 000 Euro zugesagt worden, anfangs waren allerdings 85 Prozent Förderung in Aussicht gestellt worden.

Bei der namentlichen Abstimmung votierten bei der Gemeindevertretersitzung am Dienstagabend schließlich zwölf Gemeindevertreter für den Antrag und zehn dagegen.

Die Pläne, die Vollmer im Juni vorgestellt hatte, hatten etwa den Bau eines Hochwasserdamms und einer Hochflutrinne entlang der Rhina vorgesehen sowie eine Hochwassermauer zur Mühle hin und externe Durchlässe. Außerdem hätte die Haune an einigen Stellen um bis zu 50 Zentimeter abgesenkt werden müssen. Dr. Hans Jörg-Leister (CDU) hatte schon damals die Verlässlichkeit der Planungen und den Erfolg des Projekts angezweifelt.

Geprüft werden muss auf Wunsch von Frank Neuber als SPD-Fraktionsvorsitzendem nun allerdings noch, ob der Antrag der CDU/FWG überhaupt korrekt gestellt war. (nm)

Kommentare