IG kritisiert Windkraft-Pläne im Eiterfelder Ortsteil

In Ufhausen formiert sich Widerstand

Ufhausen. Mit den geplanten Windkraftanlagen auf Ufhäuser Gebiet sind offenbar nicht alle Eiterfelder einverstanden. Schon bei der Bürgerversammlung, zu der die Marktgemeinde am 15. April eingeladen hatte, hatte es einige kritische Anmerkungen (HZ berichtete) gegeben. Acht Ufhäuser schlossen sich daraufhin kurzerhand zur Interessengemeinschaft (IG) ProUfhausen zusammen.

„Spärliche Informationen“

Über 100 Zuhörer, zum Großteil aus Ufhausen selbst, hatten sich nun zu einer Informationsveranstaltung der IG im Dorfgemeinschaftshaus eingefunden. Aus ihrer Sicht seien bei der Bürgerversammlung nur unbefriedigende und spärliche Informationen vorgetragen worden, man habe sich deshalb verpflichtet gefühlt, in einer separaten Veranstaltung über die vorliegenden Gutachten und deren Bewertung zu den geplanten Windkraftanlagen am Eichberg zu berichten. “Vielen war nicht klar, was da auf sie zukommt“, meint Manfred Koch von der IG.

Betrachtet wurden die Vorrangflächen im Gebiet Ufhausen (FD_006) und auch auf Schenklengsfelder Seite (HEF_051). Für das geplante Vorranggebiet in Ufhausen interessiert sich die ÜWAG-Tochter SynEnergie, die sich dort bis zu vier Anlagen vorstellt. Auf Schenklengsfelder Seite soll der bestehende Windpark „repowered“ und nach Osten erweitert werden. Der Größenvergleich zwischen bestehenden und geplanten Anlagen sollte den „gravierenden Einschnitt in das Landschaftsbild“ deutlich machen. Das Vorhaben habe laut der IG auch erhebliche Auswirkungen auf den Ausblick vom Soisbergturm.

Nach Angaben aus der Flächensteckkarte seien im Bereich des Eichbergs auf Ufhäuser Seite aus naturschutzfachlicher und -rechtlicher Sicht Windkraftanlagen gar nicht genehmigungsfähig. „Es ist deshalb nicht nachvollziehbar, wie es trotzdem zur Ausweisung einer Vorrangfläche gekommen ist“, so Manfred Koch. Außerdem gebe es Hinweise, dass man es nicht bei der bisher ausgewiesenen Fläche belassen wolle, sondern das Gebiet in Richtung Witfeld erweitern möchte. Damit würde sich auch die Problematik des Schlagschattens für Ufhausen ergeben, so die IG.

Ein vom Landkreis Fulda in Auftrag gegebenes Gutachten weise die Fläche zudem als „nicht geeignet“ aus und das Avifauna-Gutachten bestätige ein sehr hohes Konfliktpotential zwischen den geplanten Windrädern und den dort vorhandenen Vogelarten. Weiterhin fürchtet die IG negative Folgen für die Menschen und den Ort, etwa mit Blick auf die Vermarktung von Bauplätzen.

Die Mehrheit der Anwesenden habe sich bei der Infoveranstaltung schließlich für die Gründung einer Bürgerinitiative ausgesprochen. (red/nm)

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