Leimbacher vollenden ihren neuen Wasserspielplatz am Vitusweg in Eigenleistung

Für Turnschuhe und Stiefel

Noch wird am Spielplatz gearbeitet. Foto: Karl-Heinz Burkhardt

Leimbach. Noch rollen große Schaufelbagger und Schubkarren über das Gelände. Doch im Herbst könnten diese durch Sandschaufeln und Fahrräder ersetzt werden: Dann soll das naturnahe Spiel- und Freizeitgelände am Vitusweg in Leimbach fertig sein.

Das hofft zumindest der Vorsitzende des Arbeitskreises Dorferneuerung Leimbach, Stefan Kircher. Der befestigte Weg für Kinderwagen oder Rollatoren muss noch fertig angelegt werden und auch der Zaun rund um das Gelände fehlt noch.

Schon jetzt wird der Spielplatz stark bevölkert, Auf einer Gesamtfläche von 2700 Quadratmetern gibt es alles, was sich Kinder wünschen: Rutsche, Wippe, Klettergerüst, Schaukeln und Sandkasten. Auch eine Vogelnestschaukel, in der mehrere Kinder sitzen können, wartet dank einer Spende auf rege Nutzung durch die Kleinen. Viel Spaß verspricht auch eine Seilbahn. Einziges Problem. Bei so vielen Nutzern will das Gras nicht richtig anwachsen. Es muss ständig nachgesät werden.

Stefan Kircher teilt das Gelände gerne in den „Turnschuh- und Gummistiefelbereich“ ein. „Hier oben an der Straße heißt es Turnschuhe anziehen für Bolzplatz, Tischtennisplätze und Basketballfeld.“ Auf der anderen Seite sind Gummistiefel, Eimer und Gießkanne gefragt. Denn dort fließt das Bächlein Plump.

Besonders wegen dieser Möglichkeit, am Wasser zu spielen, werde der Spielplatz auch ein Magnet für Kinder aus anderen Ortsteilen sein, vermutet Kircher. Neben ihm sind noch zehn andere freiwillige Helfer dabei, die seit fast 1000 Arbeitsstunden baggern, schaufeln, pflastern oder säen – darunter auch Ortsvorsteher Peter Vieth, der mit einer Schaufel emsig Erde schippt. „Der Förderrahmen ist ausgeschöpft. Aber wir machen weiter“, sagt er.

Durch die Eigenleistungen sollen Kosten gespart werden. „Alle kommen gerne und helfen mit“, lobt Kircher das Engagement der Leimbacher. Bei der Entstehung des Kinderparadieses sind ganze Familien eingebunden: Die Väter sind für das Grobe zuständig, die Mütter sorgen mit Salaten und Würstchen für Verpflegung, die Kinder durften mitreden und ihre Wünsche und Ideen vorab einbringen. Und auch wenn Laien beim Bau helfen: „Alle Geräte werden auf ihre Sicherheit überprüft.“

Auch die anderen Projekte der Dorferneuerung gehen langsam auf die Zielgeraden: Bis zum Herbst werden Erd- und Pflasterarbeiten rund um das Dorfgemeinschaftshaus (DGH) ausgeführt. Dabei wird der Brunnen vor der Kirche auf den Vorplatz des DGH versetzt. Außerdem sollen dort Sitzmöglichkeiten entstehen. Den gewünschten Grillplatz oberhalb des Sportplatzes wird es aus Kostengründen nicht geben. Wohl aber die Dorfchronik, die im Spätherbst erscheinen soll.

Von Sabine Burkardt

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