Neues Pfarrzentrum in Eiterfeld wird am 19. Januar eingeweiht – Kosten: 2 Millionen Euro

Transparenter Mittelpunkt

Das neue Pfarrzentrum in Eiterfeld verbindet alt und neu, Historie und Moderne. Vorne rechts ist der Saal des Neubaus zu sehen. In der oberen Etage des sanierten Schwesternhauses ist die Gemeinde- und Pfarrbücherei untergebracht (kleines Bild). Fotos: Maaz

Eiterfeld. „Achtung, frisch gereinigt“, steht auf dem Schild an der Eingangstür zum Neubau des Eiterfelder Pfarrzentrums, der sich hell und freundlich präsentiert, und tatsächlich in frischem Glanz erstrahlt.

Pfarrer Markus Blümel ist sichtlich erleichtert und auch stolz, dass das Großprojekt „Neues Pfarrzentrum“ jetzt abgeschlossen ist. Blümel ist seit sieben Jahren Pfarrer in Eiterfeld, und genauso lange hat er das Projekt begleitet. „Ich hatte die Aufgabe, mich um die baufälligen Gebäude zu kümmern“, berichtet er. Da war zum einen das alte Schwesternhaus, mit dessen Sanierung begonnen wurde (wir berichteten mehrfach), und das ehemalige Pfarrhaus, für das nur noch ein Abriss in Frage kam. „Das war nicht ohne“, sagt Blümel mit Blick auf das ehrgeizige Vorhaben, für insgesamt immerhin rund zwei Millionen Euro, wovon 500 000 Euro auf das ehemalige Schwesternhaus entfallen.

„Natürlich kostet das alles Geld“, sagt Blümel, der weiß, dass die kirchlichen Finanzen zurzeit ein heikles Thema sind. „Aber ich habe ja nicht für mich gebaut, sondern für etwa 4000 Leute.“ Denn das neue Pfarrzentrum soll nicht nur von den Gemeindegliedern der St.-Georg-Gemeinde in Eiterfeld genutzt werden, es soll von Menschen aus dem gesamten Pastoralverbund mit Leben gefüllt werden und ihnen als Mittelpunkt dienen. Für Vereine stehen die Türen ebenfalls offen, so Blümel.

Neben dem Gemeindesaal sind im Neubau zwei Küchen untergebracht, die mit einem Kleingüteraufzug verbunden sind, denn eine ist im Keller, eine im Erdgeschoss. Auch der neue, von den Messdienern bunt gestaltete Jugendraum befindet sich im Keller. „Der ist der Hit“, findet Blümel. Ganz besonders gefällt dem Pfarrer darüber hinaus die Transparenz, die sich aus den vielen Fensterfronten ergebe. Im Toilettenbereich wird die Synthese von Alt und Neu deutlich: Im modern und schick gestalteten Damen-WC fällt die Sandsteinwand auf, die zum angrenzenden Schwesternhaus gehört, das direkt mit dem Neubau verbunden ist. Im Obergeschoss des unter Denkmalschutz stehenden Altbaus als eines der ältesten erhaltenen Häuser in Eiterfeld befindet sich auch die Gemeinde- und Pfarrbücherei, auf die Pfarrer Blümel ebenfalls sehr stolz ist.

Finanziert wird das neue Pfarrzentrum aus mehreren Töpfen. Aus dem EU-Leader-Programm gab es 150 000 Euro, von der Denkmalpflege 80 000 Euro, 150 000 Euro sind bislang an Spenden zusammengekommen, 500 000 Euro trägt die Kirchengemeinde und 40 000 Euro hat die Marktgemeinde für die Bücherei beigesteuert. Das Bistum Fulda übernimmt mit zwei Dritteln der Baukosten und über einer Million Euro den größten Teil. Zuletzt hat der notwendige Einbau einer neuen Heizungsanlage die Kosten um rund 100 000 Euro in die Höhe schnellen lassen.

Offiziell eingeweiht wird das neue Pfarrzentrum am Sonntag, 19. Januar, ab 10 Uhr im Beisein von Bischof Heinz Josef Algermissen.

Von Nadine Maaz

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