Unterbezirkskonferenz tagte in Oberstoppel – Leitantrag zum ländlichen Raum

Tabea Heipel bleibt Juso-Chefin

Der Vorstand der Jusos Hersfeld-Rotenburg mit Tabea Heipel (hinter der Fahne, Zweite von rechts) und weitere Konferenzteilnehmer. Foto: nh

HERSFELD-ROTENBURG. Jusos aus dem gesamten Landkreis kamen jetzt in Haunetal-Oberstoppel zusammen, um ein umfangreiches Antragspaket zu diskutieren und zu beschließen und einen neuen Vorstand zu wählen. Die 25-jährige Diplom-Verwaltungswirtin Tabea Heipel (Breitenbach am Herzberg) wurde einstimmig wieder zur Vorsitzenden gewählt. Als neue Stellvertreter werden ihr, ebenfalls mit einem einstimmigen Ergebnis, Thomas Schmidt (Haunetal) und Anisa Tiza Mimun (Bad Hersfeld) zur Seite stehen.

Europa des Friedens

Der waldhessische SPD-Geschäftsführer und „überzeugte Europäer“ Thomas Giese stimmte die Jusos mit einem sehr informativen und gelungenen Referat zu Europa auf die anstehende Europawahl ein. „Die Europäische Union sichert seit vielen Jahrzehnten den Frieden in Europa. Die europäische Idee darf jetzt nicht von Extremisten zerstört werden, sondern muss vielmehr im Sinne eines Europas des Friedens, der Freiheit und der Solidarität weiterentwickelt werden“, sind sich die Jusos einig.

Im Mittelpunkt der Antragsberatung stand ein umfangreicher Leitantrag zum Thema „Den ländlichen Raum zukunftsfähig gestalten“, der sich unter anderem mit dem kommunalen Finanzausgleich und der gerechteren Finanzierung der staatlichen Aufgaben, dem Erhalt von „Dorfschulen“, der Stärkung des Ehrenamts, der Aufrechterhaltung der ärztlichen Grundversorgung und der Zersiedlungsproblematik beschäftigt. „Wir wollen, dass die ländlichen Strukturen erhalten werden können und unsere Region weiterhin lebenswert bleibt beziehungsweise gerade für junge Menschen wieder attraktiver wird. Dazu bedarf es neuer und mutiger Konzepte, die endlich diskutiert werden müssen. Die Bundes- und Landesregierung stehen nun in der Pflicht“, sagte Tabea Heipel.

Daneben beschloss der SPD-Nachwuchs unter anderem die Ablehnung des geplanten Freihandelsabkommens zwischen der EU und den USA, eine Kennzeichnungspflicht für Echtpelze, die Einführung einer Lebensmittelampel, die Stärkung des heimischen Forstwesens und die stärkere Förderung aller Schülerinnen und Schüler.

Als Gäste nahmen an der Konferenz unter anderem der SPD-Unterbezirksgeschäftsführer Thomas Giese, der Landtagsabgeordnete und SPD-Unterbezirksvorsitzende Torsten Warnecke, der Fraktionsvorsitzende der Haunetaler SPD, Frank Neuber, der nordhessische Juso-Bezirksvorsitzende Oliver Schmolinski und der Juso-Landesvorsitzende Pascal Barthel teil. (red/zac)

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