Initiative „BIKKI - kein Kalkkiesabbau“ - Unterstützung aus allen Lagern

Steinbruch kleiner als geplant

Heiko Herbst und Andreas Hoffmann von der Bürgerinitiative „BIKKI“. Foto: privat

Betzenrod. Gelungene Aktionen, hunderte neue Unterschriften und jede Menge Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit - die Bürgerinitiative „BIKKI - kein Kalkkiesabbau am Herrenberg“ zog während ihres Jahresrückblicks ein überaus positives Resümee.

Planungen stocken

Im Dorfgemeinschaftshaus Betzenrod wurde während einer Versammlung betont, das Wichtigste sei, dass die Planungen für den riesigen Kalkkiessteinbruch erst einmal ins Stocken geraten seien. Besonders erfreulich sei außerdem, dass die Bürgerinitiative Rückendeckung aus allen politischen Lagern erhalten habe. Andreas Hoffmann (Grüne), der BIKKI von Beginn an unterstützend zur Seite stand, erläuterte anhand einer Präsentation die Ergebnisse der Arbeit des vergangenen Jahres.

Anschließend gab es Gelegenheit zu Fragen und Gesprächen, während im Hintergrund eine Dia-Schau mit Fotos aller Aktionen zu sehen war. „Wir haben es geschafft, die Öffentlichkeit auf unser Anliegen aufmerksam zu machen“, äußert sich Hoffmann zufrieden.

Besonders hervorzuheben sei die Unterschriftenaktion vor dem Rewe-Markt, die maßgeblich dazu beigetragen habe, dass sich mittlerweile mehr als 700 Bürger in die Listen der Steinbruchgegner eingetragen hätten.

Banner machen aufmerksam

Das große Banner am Ortseingang von Betzenrod mache den Durchgangsverkehr aufmerksam auf das Anliegen, ein weiteres werde demnächst in Malges aufgestellt.

Kontakte zu den Ortsbeiräten der umliegenden Dörfer seien geknüpft worden. Bei einer Ortsbegehung, an der sich etwa 80 Bürger beteiligt hatten, informierte Revierförster Klose über Flora und Fauna, aber auch über den darunter liegenden Muschelkalk.

Die Landtagsabgeordnete Sabine Waschke (SPD) hatte sich bereits im Herbst interessiert am Vorhaben gezeigt und die Bürgerinitiative mit einer kleinen Anfrage im Hessischen Landtag unterstützt. Zum Jahresrückblick waren Ortsvorsteher Gert Oehrling (CDU) und Stefan Dietrich von den Freien Wählern erschienen. Der Vorsitzende der Bürgerinitiative, Heiko Herbst, zeigte sich erfreut über die Erfolge, die bisher erzielt wurden. „So wie er geplant war, wird der Steinbruch auf keinen Fall entstehen. Das ist ein großer Erfolg für uns und Ansporn, weiterzumachen.“, so Herbst abschließend. (ag)

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