Bürgermeister Gast bei Mitgliederversammlung

FWG spricht über Gebührenerhöhung

Eiterfeld. Die Gründe für die beschlossenen Gebührenerhöhungen und die Notwendigkeit zur Einführung einer gesplitteten Abwassergebühr erläuterte der Vorsitzende des FWG-Gemeindeverbandes Eiterfeld, Theodor Kohlmann, den zahlreich erschienenen Zuhörern jetzt bei der Mitgliederversammlung.

Er ging dabei auch auf die Vorwürfe der Opposition ein, die die Gebühren „am liebsten schon früher Schritt für Schritt angehoben und dem Bürger ihrer Meinung nach die Erhöhung subjektiv erleichtert hätte“. Dieser Logik könne Kohlmann nicht folgen. Die FWG Eiterfeld hätte immer die Auffassung vertreten, den Bürger so lange wie möglich von Gebührenerhöhungen zu verschonen und das Gebührenniveau wäre jetzt das gleiche.

Kaum noch zu tragen

Dennoch wisse auch die FWG , dass Strom, Heizöl, Benzin und mehr immer teurer würden und die Bürger die Gebührenlast kaum noch tragen könnten. Mit dem Ziel des Haushaltsausgleichs seien die Gebührenerhöhungen aber unumgänglich.

Als Gastredner war Bürgermeister Hermann-Josef-Scheich eingeladen worden. Er erläuterte in seinem Vortrag, dass ein Teil der Erhöhungen der neuen doppischen Haushaltführung geschuldet sei.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt wurde die beschlossene Einführung einer gesplitteten Abwassergebühr bis spätestens 2015 behandelt. Hierzu erläuterte Theodor Kohlmann die Veränderungen zur momentanen Kalkulation. Aufgrund eines Hessischen Verwaltungsgerichtsurteiles wäre eine pauschale Berechnung des Abwassers anhand des Frischwasserverbrauches nicht mehr zulässig. Nachdem in der Gemeindeverwaltung bekanntlich ein Widerspruch gegen die aktuelle Abwassergebührenkalkulation vorliege, sei eine Änderung der Gebührensatzung unumgänglich gewesen. Sinngemäß besage das Urteil, dass neben dem Abwasser aus den Häusern auch das Regenwasser von den Grundstücken – insbesondere von den versiegelten Flächen – in die Kanalisation geleitet werde und die dadurch entstehenden Kosten nach dem Verursacherprinzip mit der Abwassergebühr erhoben werden müssten.

Zu bedenken gab Theodor Kohlmann jedoch, dass dies aufgrund der Struktur der ländlichen Gebiete mit vielen Bauernhöfen und deren versiegelten Hofflächen nicht immer gerecht erscheine.

Der Bürgermeister führte aus, dass durch die Einführung der gesplitteten Abwassergebühr zunächst auch sehr hohe Kosten auf die Markgemeinde zukämen. So fielen für die Erhebung der erforderlichen Daten in Form einer Überfliegung und deren Auswertung rund 100 000 Euro an. (red/nm)

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