In Peter Heimroths Stall stehen mit „Ludwina“ und „Trude“ zwei ausgezeichnete Tiere

Spitzenkühe im Rampenlicht

Können stolz sein auf die Leistungen ihrer Kühe: Peter Heimroth mit „Trude“ und Brigitte Stieler mit „Ludwina“. Foto: Burkhardt

OBERSTOPPEL. Im Milchviehstall von Peter Heimroth in Oberstoppel gibt es mit „Ludwina“ und „Trude“ gleich zwei hessische Spitzenkühe, die jetzt wegen ihrer hohen „Lebensleistungen“ von je über 100 000 Litern Milch im Rampenlicht standen.

Während der Ehrung der schwarzbunten Tiere mit entsprechenden Schärpen und Urkundenüberreichungen an den Landwirt und dessen Lebensgefährtin Brigitte Stieler stellte Jost Grünhaupt, Zuchtleiter im Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen, besonders die hohe Milchleistung je Futtertag heraus.

42,1 Liter sind es bei „Ludwina“. Dies sei beachtlich, damit bewege sich die Kuh in der obersten hessischen „Liga“. Bei „Trude“ seien es immerhin auch 35,5 Liter je Futtertag gewesen. Beide haben bislang je sechs Kälber zur Welt gebracht.

Start mit 11 000 Litern

Bereits mit dem ersten Kalb startete die vom Vererber „Emilio“ abstammende „Ludwina“ mit 11 000 Litern. Ihre Höchstleistung habe in der 5. Laktation mit 18 897 Litern gelegen (5,01 Fett/3,07 Eiweiß). Die durchschnittliche Jahresmilchmenge wurde mit 15 000 Litern (4,83 Fett/ 3,23 Eiweiß) ermittelt.

2002 wurde „Trude“ geboren, die vom Bullen „Jovial“ abstammt. Im Durchschnitt der Jahre lieferte sie 13 500 Liter bei 3,92 Prozent Fett und 3,19 Prozent Eiweiß. In ihrem besten Jahr kam sie auf 16 191 Liter (4,07 Fett/3,14 Eiweiß). „Gegenüber anderen hessischen Kühen gaben die beiden fünf Liter mehr Milch pro Tag“, so Grünhaupt. „Trotz ihrer hohen Milchmengen sehen sie stabil aus und haben einen klaren Blick.“ Mit verantwortlich für die gute Leistung seien die besondere Betreuung der Tiere in dem 410 Meter hoch gelegenen Grünlandbetrieb und das entsprechende Futter von hoher Qualität.

Die Betreuung der Tiere mache 35 Prozent vom Erfolg aus, betonte Ottmar Keuchler, der als Vertreter der Milchwerke Hochwald Heimroth und Stieler besondere Anerkennung für ihre Arbeit zollte. Heimroth selbst erklärte, seine 25 Kühe große Herde bekomme in den Sommermonaten abends Weidegang. Dies bekomme nicht nur den Tieren gut, man könne dabei etwa auch erkennen, wie es ihnen gesundheitlich gehe.

Seinen Dank sprach Peter Heimroth sowohl Hoftierarzt Dr. Christoph Caselitz (Arzell) als auch dem Hessischen Verband für Leistungs- und Qualitätsprüfungen in der Tierzucht (HVL), vertreten durch Milchkontrolleur Wigbert Kalb (Dittlofrod), für die gute Herdenbetreuung aus. Für die Rinderzüchter im Landkreis Hersfeld-Rotenburg gratulierte HVL-Vorstandsmitglied Hartmut Nuhn aus Bodes zu diesem Erfolg. (bh)

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