Haunetaler Vertreter stimmen gegen halbe Stelle – 390 000 Euro Eigenanteil für Rhina

MGH sorgt für Diskussion

Haunetal. Im schwül-warmen Dorfgemeinschaftshaus Stärklos haben die Haunetaler Gemeindevertreter vor allem über das Mehrgenerationenhaus Haunetal (MGH) und die Dorferneuerung Rhina mit dem Umbau des Dorfgemeinschaftshauses und der Auslagerung des Feuerwehrgerätehauses teilweise recht hitzig diskutiert.

Für die Verwaltungsarbeiten, die das vom Bund geförderte Projekt MGH mit sich bringt, sollte eine Halbtagsstelle eingerichtet werden, die bis Ende 2012 zunächst 8000 Euro an außerplanmäßigen Ausgaben bedeutet hätte. Die Gemeindevertreter lehnten den Antrag mit Gegenstimmen aus den Reihen von CDU/FWG jedoch ab.

Die Gemeinde hatte auf Antrag der SPD und nach knappem Beschluss in der Gemeindevertretung im April die vorläufige Trägerschaft für das vom Bund geförderte Projekt übernommen; sobald er dazu in der Lage ist, soll der Verein „Menschen helfen Menschen“ die Trägerschaft übernehmen (HZ berichtete). Nach Ansicht von Bürgermeister Stefan Euler ist das derzeit aber noch nicht der Fall. „Von der Verwaltung ist die Bürokratie nebenher nicht zu leisten“, so Euler, der sich deshalb für eine Halbtagsstelle, die zu hundert Prozent für das Projekt da wäre, aussprach. 400-Euro-Kräfte hielt Euler für nicht sinnvoll.

„Bauchschmerzen“

Die Personalkosten hätten gefördert werden können, die Bewilligung wäre aber laut Bürgermeister wiederum von einem vorliegenden Arbeitsvertrag abhängig gewesen. Gerhard Diehl (FWG) befürchtete, dass die Gemeinde am Ende auf den Kosten sitzen bleiben und das MGH nach Ablauf der dreijährigen Förderdauer sowieso „sterben“ könne. Frank Neuber (SPD) sprach sich prinzipiell für das MGH aus. „Die Aufgaben müssen mit Blick auf den demografischen Wandel erfüllt werden“, sagte Neuber. Bauchschmerzen bereiteten ihm jedoch die seiner Meinung nach zu hohen Personalkosten. Dass sich das MGH nicht allein mit Freiwilligen stemmen lässt, habe sich in den vergangenen Monaten eindeutig gezeigt, sagte Euler. Nach einer Sitzungsunterbrechung stimmten die Gemeindevertreter schließlich mit neun Nein-Stimmen und einer Enthaltung knapp gegen die halbe Stelle für das MGH. Wie es nun genau weitergeht, ist unklar.

Unterschiedliche Ansichten zwischen SPD und CDU/FWG herrschten auch, was den Umbau des Dorfgemeinschaftshaus Rhina und die damit verbundene Auslagerung der Feuerwehr betrifft. Die neuen Pläne des nun beauftragten Büros Emmerich sollen der Gemeinde im Vergleich zu den letzten Plänen rund 100 000 Euro Erspranis bringen. Der Bürgermeister bat, das Thema nicht zum „politischen Spielball“ zu machen. Mit eindeutiger Mehrheit wurde dem Antrag schließlich zugestimmt. Nach den aktuellen Kostenschätzungen liegt der Eigenanteil der Gemeinde zusammen bei 390 000 Euro.

Radweg, Kurz notiert

Von Nadine Maaz

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