Rund 10 000 Besucher schlenderten beim Matthäusmarkt durch Eiterfeld

Von der Sonne geküsst

Dichtes Gedränge herrschte an den Verkaufsständen beim Eiterfelder Matthäusmarkt. Rund 10 000 Menschen aus der ganzen Region nutzten das schöne Wetter, um gemeinsam mit Kind und Kegel über den Markt zu bummeln. Fotos:  K.-H. Burkhardt

Eiterfeld. Es war eher ein Sommerfest als ein Herbstmarkt: Die Eiterfelder und ihre Gäste wurden für den verregneten Frühjahrsmarkt mit einem sonnigen, überaus gut besuchten Matthäusmarkt entschädigt.

Vor allem Familien nutzten den Tag, um über die Flaniermeile zu schlendern und das schöne Wetter zu genießen. Zeitweise konnte man sich nur noch im Schneckentempo durch die Bahnhofstraße treiben lassen. Was nicht weiter schlimm war. Schließlich gab es dort genug zu sehen. Sei es bei den Händlern an ihren bunten Verkaufsständen, die schon beim Aufbau überlegt hatten, ihre wollenen Mützen, dicken Socken oder Handschuhe überhaupt auszupacken.

Fröhliche Stimmung

Oder in den Eiterfelder Geschäften, die gestern geöffnet hatten. Dort fiel vor allem die überaus fröhliche Stimmung auf. Die Händler waren gut gelaunt damit beschäftigt, pausenlos zu verkaufen, zu beraten oder einfach mit Kunden ins lockere Gespräch zu kommen.

Im Laufe des Nachmittags hatten allerdings nicht nur die Händler ein zufriedenes Lächeln im Gesicht. Auch die zahlreichen Besucher, die aus allen Himmelsrichtungen nach Eiterfeld kamen, waren bester Laune. So mancher freute sich, beim Matthäusmarkt einen netten Spaziergang erlebt zu haben, Freunde getroffen, gemeinsam etwas getrunken und vielleicht auch das eine oder andere Schnäppchen ergattert zu haben.

„An solch einem Sonntag haben wir mal richtig Zeit, um gemeinsam zu bummeln. Das schaffen wir in der Woche gar nicht“, sagte eine Besucherin aus Hünfeld und zog ihren Mann weiter in ein Brillengeschäft. Zuvor hatten sie sich schon Wohndekorationen angeschaut und ein neues Parfüm erstanden. „Wir kommen hier immer gerne her. Für die Kinder wird viel geboten, und wir Erwachsenen freuen uns, viele Bekannte zu treffen“, erklärte ein Besucher aus Schenklengsfeld. Seine Kleinen schleckten derweil vergnügt an der Zuckerwatte und ihre klebrigen Gesichter verrieten, dass es vorher wohl irgendetwas mit Ketchup und ein Eis gegeben hatte.

Aufblasbare Achterbahn

Ein Magnet für die kleinen Besucher war die größte aufblasbare Achterbahn der Welt, der wie den Kindern ab und zu die Luft ausging. Gut, dass es in der Nähe jede Menge Möglichkeiten zum Verweilen gab: Manche Familie hatte dort einen mehrstündigen Aufenthalt, weil sich ihr Nachwuchs nicht von den weichen Luftpolstern trennen konnte. Das war aber nicht die einzige Attraktion: Ob Kürbislaternen oder Lesezeichen basteln, Gemüsesuppe kochen, Tiere streicheln oder Glücksrad drehen – die Mitglieder des Gewerbevereins hatten ein tolles Unterhaltungspaket für die kleinsten Besucher geschnürt.

Michael Hofmann, Vorsitzender des Gewerbevereins, zeigte sich sehr zufrieden: „Es war enorm gut besucht und mit der beste Matthäusmarkt, den wir in den letzten Jahren hatten.“ Rund 10 000 Besucher schätzt Hofmann – vielleicht auch ein paar mehr.

Von Sabine Burkardt

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