Haunecker bringen Internet-Projekt auf den Weg – Bürgermeisterwahl am 8. November

Senioren dürfen ins Netz

Harald Preßmann

Rotensee. Die Haunecker werden am 8. November ihren Bürgermeister wählen. Diesem Termin stimmten alle Gemeindevertreter am Dienstagabend in ihrer Sitzung in Rotensee zu. Eine Stichwahl würde am 22. November stattfinden.

Die Amtszeit von Harald Preßmann endet am 30. April 2016, zum 1. Mai 2016 muss also ein Nachfolger her. Preßmann möchte nach zwölf Jahren für eine weitere Amtszeit kandidieren, dabei ist ihm die Unterstützung aller Fraktionen in der Gemeindevertretung sicher (HZ berichtete bereits).

„Wir haben in den vergangenen Jahren vernünftig und vertrauensvoll zusammengearbeitet“, sagte der Bürgermeister am Dienstag in Richtung der Gemeindevertreter. Gemeinsam habe man einiges auf den Weg gebracht. Als Beispiel nannte er die frühzeitigen Konsolidierungsmaßnahmen mit Blick auf die gemeindlichen Finanzen. „Das war richtig“, so Preßmann. Für die nächsten sechs Jahre habe er trotzdem noch einige Ideen und Visionen, betonte er.

Die Wahltermine müssen bis zum 10. August öffentlich bekannt gegeben werden, bis zum 21. August muss die Aufforderung für Wahlvorschläge veröffentlicht sein. Bis zum 31. August können dann Bewerbungen abgegeben werden, von Parteien und Wählergruppen unabhängige Einzelbewerber benötigen dafür 38 Unterstützerunterschriften.

Alle weiteren Beschlüsse fielen ebenfalls einstimmig. So stimmten die Gemeindevertreter einer außerplanmäßigen Ausgabe in Höhe von rund 17 000 Euro für die Einrichtung des Senioren-Internetcafés „Hics“ zu, das nach den Sommerferien regelmäßig im Schulungsraum der Freiwilligen Feuerwehr in Unterhaun stattfinden soll. Fünf Ehrenamtliche wollen älteren Haunecker Bürgern den Umgang mit PC, Laptop, Tablet und Handy näher bringen, 30 Teilnehmer haben sich bereits angemeldet.

„Das Interesse ist groß, und die Summe auch“, erklärte der Bürgermeister. Um im Rahmen des Leader-Programms gefördert zu werden, müssten jedoch mindestens 10 000 Euro netto ausgegeben werden, mit einer höheren Summe sei man auf der sicheren Seite und für alle Eventualitäten gerüstet. Angeschafft werden müssen unter anderem Soft- und Hardware, Büromöbel sowie ein W-Lan-Zugang. 70 Prozent Förderung seien möglich, berichtete der Bürgermeister.

Erhalten bleibt den Hauneckern das Anrufsammeltaxi (AST) aus Bad Hersfeld mit der letzten Fahrt um 2.30 Uhr. Finanziert wird der AST-Verkehr zu 50 Prozent vom Landkreis und zu 50 Prozent von den Kommunen – auf Hauneck entfallen 2,52 Prozent. Der Fortsetzung dieser Vereinbarung stimmten die Gemeindevertreter zu. Etwa 500 Fahrgäste pro Jahr nutzen den Service, 2014 gab die Gemeinde rund 1000 Euro dafür aus.

Von Nadine Maaz

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