Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehren der Marktgemeinde Eiterfeld

Schon Kinder begeistern

Für ihren Einsatz und die langjährige Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr der Marktgemeinde Eiterfeld wurden bei der Jahreshauptversammlung zahlreiche Feuerwehrleute ausgezeichnet. Foto: Desoi

Eiterfeld. In sehr harmonischer Runde trafen sich über 200 Aktive der Freiwilligen Feuerwehren der Marktgemeinde Eiterfeld, um Rückblick zu halten. Einstimmig wurde das Team für 2014 gewählt.

Was in den Städten von hauptamtlichen Feuerwehrleuten geleistet wird, machen in den ländlichen Gebieten die ehrenamtlichen. Diese stehen in Gefahrensituationen ihren städtischen Kollegen in keiner Weise nach. Obwohl die Ehrenamtlichen einen festen Beruf haben, stehen sie 24 Stunden am Tag bereit.

Brennende Scheune

Ein gutes Beispiel dafür, was ehrenamtlicher Einsatz für die Feuerwehren bedeutet, ist der Jahreswechsel 2010 auf 2011. In der Silvesternacht heulten in Großentaft und Eiterfeld um 23.45 die Sirenen. Eine Scheune brannte. Diese stand neben einem Trafohäuschen sowie einem Strommast. Bei 6 Grad Minus wurde der Brand gelöscht. Das Wasser gefror auf dem Boden. Nach der Löschung wurden Wachen aufgestellt, um Schwelbrände zu löschen. Das alles ging bis in die Mittagsstunden des 1. Januars. Das Silvesterfest war gelaufen. Der Tag, an dem man mal morgens ausschlafen konnte auch. Und dazu holte sich die Wachmannschaft eine ordentliche Grippe.

In diesem Sinne muss man die Statistik lesen, die Gemeindebrandinspektor Stephan Heimeroth vortrug: „2013 fanden 42 Einsätze statt. 70 mal wurde die Feuerwehr alarmiert. Es erfolgten: 26 technische Hilfeleistungen (davon 11 Ölspuren), 12 Brandeinsätze, und 4 Fehlalarme von Brandmeldeanlagen. Fast 580 Einsatzstunden wurden durch die freiwilligen Kameradinnen und Kameraden geleistet. 626 Einsatzkräfte waren insgesamt vor Ort.“

An praktischer Ausbildung wurden 6 656 Stunden und an theoretischer Ausbildung 2 723 Stunden geleistet. Von der Gemeinde wurde für die Feuerwehr im Jahr 2013 90 000 Euro bereitgestellt. Ein Großteil des Geldes (51 700 Euro) schluckte die Anschaffung des Digitalfunks.

Unterstützung zugesichert

Bürgermeister Hermann Josef Scheich dankte den etwa 200 anwesenden Aktiven für ihre Dienste und sicherte weitere finanzielle Unterstützung für 2014 und 2015 zu und zwar jährlich 50 000 Euro.

Erfreulich ist, dass in der einstigen Männerdomäne Feuerwehrmann einige junge Feuerwehrfrauen Fuß gefasst haben. Dieses drückte sich auch in der Neu-Wahl aus: Stellvertretende Gemeinde-Jugendfeuerwehrwartin ist Anna-Lena Kalb, Gemeinde-Jugendfeuerwehrwart Martin Trabert, Gemeindebrandinspektor Stephan Heimeroth, stellvertretender Gemeindebrandinspektor Steffen Keller, Alters- und Ehrenabteilungsleiter Karl Sauerbier.

Jugendfeuerwehrwart Martin Trabert appellierte in seiner Rede, schon die Kinder für die Feuerwehr zu begeistern: „In den letzten 20 Jahren haben 20 Prozent der Jugendlichen den Weg zur Jugendfeuerwehr gefunden, das ist jeder fünfte Jugendliche. Für das Land Hessen ist das ein überdurchschnittlicher Wert.“ In der Jugendfeuerwehr können schon Kinder ab 10 Jahren mitmachen. Kontaktadressen gibt es bei der Gemeinde Eiterfeld.

Kreisbrandmeister Dirk Wächtersbach kann mit den örtlichen Aktivitäten mehr als zufrieden sein.

Von Christa Desoi

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