Über 900 Teilnehmer unterhielten die Besucher

Rosenmontagsumzug in Eiterfeld: Schnuck und Atmosphäre

Eiterfeld. Die Süßigkeiten haben es dem fünf Jahre alten Julian Steinhauer aus Schenklengsfeld angetan. „Ich komme nur wegen dem Schnuck“, verriet der als kleiner Indianer Verkleidete, der zum Eiterfelder Rosenmontagsumzug natürlich einen Beutel mitgebracht hatte, in dem er die vielen Bonbons sammeln konnte. Jasmin Deiseroth aus Bad Hersfeld und ihrer Familie gefällt die familiäre Atmosphäre: „In Fulda ist es uns zu voll.“

Mehrere tausend Menschen aus den Kreisen Fulda und Hersfeld-Rotenburg waren wieder dabei, als der Tross aus Motivwagen und Fußgruppen sich um 14.11 in Bewegung setzte, um den üblichen Weg durch den Ortskern zu nehmen. 53 Gruppierungen waren laut Matthias Herber, Präsident des Eiterfelder Carneval Vereins (ECV), in diesem Jahr dabei – etwas weniger als sonst, „aber da machen wir uns keine Flatter“, hatte Zugleiter Hagen Triesch bei der obligatorischen Besprechung vor Beginn des Umzugs gesagt. Immerhin 910 Teilnehmer waren laut des ECV unterwegs, um die Zuschauer zu unterhalten. Die Besucherzahl schätzte die Polizei auf rund 5000, ebenfalls etwas weniger als in den beiden Jahren zuvor. ECV-Präsident Herber hingegen sprach von gut 8000 Besuchern.

Wummernde Beats, handgemachte Blasmusik, gute Laune und fantasievolle Verkleidungen: die Teilnehmer des Umzugs hatten sich wieder jede Menge einfallen lassen. Für die Kinder gab es Süßigkeiten, für die Älteren gerne auch Schnaps .

Aus einem überdimensionalen Zylinder winkte das Eiterfelder Prinzenpaar in die Menge: Prinzessin Natascha – schuhverliebte Pädagogin aus dem Bürgermeisterhaus – und Prinz André, der LII. – ballführender Meister und Zweiradhändler von der Zwoten. Auf dem Fahrersitz ließ sich Bürgermeister Hermann-Josef Scheich nicht lumpen, und feierte als Clown verkleidet ordentlich mit. Auch das Kinderprinzenpaar mit Prinzessin Victoria – dauertelefonierendes Gardemädel aus dem Betzenroder Land – und Prinz Nicolas, der XXX. – zockender Ministrant aus dem fußballspielenden Haus – durfte nicht fehlen. Sie warfen ihren Untertanen aus luftiger Höhe ebenfalls Süßes zu.

Für die Sicherheit sorgten wieder die fleißigen Helfer des DRK Eiterfeld und Burghaun sowie der freiwilligen Feuerwehren aus Leibolz, Leimbach, Arzell, Wölf, Dittlofrod, Buchenau und Eiterfeld. 16 DRKler und 57 Feuerwehrkräfze waren im Einsatz. „Wir sind froh, wenn nichts passiert, aber stellen uns auf alles ein“, hatte die DRK-Einsatzleiterin Melanie Müller vor Beginn des Umzugs erklärt.

Wer nach dem Straßenkarneval noch nicht genug hatte, feierte im Bürgerhaus, an der ECV-Sektbar oder den Eiterfelder Gaststätten weiter. (nm)

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