Däfter Jugendbühne präsentiert zwei Gruppen und zwei Stücke zum 10. Geburtstag

Schaurige Vampire beißen

Einen echten Krimi präsentieren die acht- bis zwölfjährigen Nachwuchstalente der Däfter Jugendbühne mit „Das kommt vor, spricht Theodor“. Fotos: Desoi

Großentaft. Die Däfter Jugendbühne lädt zu zwei Theatervorstellungen ins Dorfgemeinschaftshaus Großentaft ein: Samstag, 5. Mai, 19.30 Uhr und Sonntag, 6. Mai, 14.30 Uhr. Auf dem Programm steht: „Vampire auf Schloss Königstein“ von Brigitte Wilhelmy und „Das kommt vor, spricht Theodor“ von Lothar Krauth. Die Däfter Jugendbühne feiert zehnjähriges Bestehen.

1992 entstand die Theatergruppe Großentaft. 2002 fand sich die Däfter Jugendbühne. Seit zehn Jahren hat der Theaterpädagoge Bernd Krieg aus Großentaft so viele Kinder zur Bühne geführt. Seit zehn Jahren unterstützen ihn bei der Regie Annette Landeck und seit zwei Jahren Anja Wiegand. Sie verdienen kein Geld und keine Orden mit der ehrenamtlichen Arbeit. Zusammen mit den Kindern eint sie eins: Die Freude am Theaterspielen.

Und der Zuspruch in der Bevölkerung ist groß. Auf Hinweise und Wünsche wird eingegangen. So gibt es dieses Jahr Headsets (am Kopf befestigte Mikrofone) für die Darsteller, damit man auch in der letzten Reihe hören kann, was die jungen Darsteller sprechen. Krieg: „Im letzten Herbst haben sich 19 Theaterfreunde zum Theaterspielen angemeldet. So habe ich zwei Stücke rausgesucht, die zu den Darstellern passen. Wir haben dann zusammen die Inhalte der Stücke besprochen.“ Seit Januar wird geprobt.

Eine Herausforderung ist das vor allem bei den Jüngeren. Hier herrscht während der Proben zunächst ein undiszipliniertes Gewusel und Gequietsche vor und hinter der Bühne. Die Acht- bis Zwölfjährigen müssen sich erst an eine gewisse Theaterdisziplin gewöhnen. Es wird etwas ruhiger, als die Probe beginnt. Der Ganove „roter Emil“ ist auf der Jagd nach einem wertvollen Gemälde. Zunächst fällt ihm jedoch nur eine wertlose Kopie in die Hände, die sich der Eigentümer, ein Baron, angeschafft hat. Nun tritt Theodor in Aktion, der Bruder des Barons, ein Seebär durch und durch. Die Ereignisse überstürzen sich und Spannung herrscht bis zum Ende, wie es sich für einen echten Krimi gehört.

Angenehme Ruhe herrscht dagegen bei den anschließenden Proben der Zwölf- bis 16-jährigen. Die Spannung steigt und das Bühnenbild wird mit drei Särgen richtig gruselig. Besonders wenn drei Vampire eines Nachts den Deckel aufklappen und heraussteigen. Nach 200 verschlafenen Jahren sind sie recht hungrig. Zu dumm, dass die neuen Schlossbewohner fast alle Vegetarier sind. Das Blut ist dann nicht so schmackhaft für Vampire. Wer sich mal richtig gruseln möchte, ist hier richtig aufgehoben. Zur Vorstellung wird roter Saft, „Vampirblut“, gereicht und das DGH wird verdunkelt. Spannung, Komik und Ängste, gemischt mit dem inspirierenden Spiel der jungen Schauspieler, ergibt eine Freude für jedes Lebensalter. Dieses Stück spricht Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen an.

Nach den Proben der beiden Gruppen stehen die organisierten Helfer bereit, um das schwere Bühnenbild in den Nebenraum zu tragen. Freunde haben die Stellwände gebaut. Kerstin Kalb hat der Leinwand den letzten Schliff gegeben. Es gibt vor den Theateraufführungen noch andere öffentliche Veranstaltungen und eine leere Bühne wird gebraucht. In Großentaft funktioniert sie noch: die Nachbarschaftshilfe.

Vorverkauf: Raiffeisenbank, Sparkasse, Nahkauf Klinzing, Gastwirtschaft „Zur Linde“, alle in Großentaft.

Von Christa Desoi

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