Zwei neue Hallen: Firma Freizeit Wiegand will in Rasdorf 1,5 Millionen Euro ausgeben

Rutschen und rodeln

Das Rasdorfer Unternehmen Wiegand, das mit seinen Skiliften, Wasserrutschen und Sommerrodelbahnen weltweit vertreten ist, plant eine räumliche Erweiterung mit zwei neuen Hallen. Foto: Zimmermann

Rasdorf. Skilifte, Wasserrutschen, Sommerrodelbahnen – das ist das Fach, in dem das Rasdorfer Unternehmen Freizeit Wiegand weltweit aktiv ist. In allen Erdteilen finden sich Produkte „made in Rasdorf“. Die Unternehmengsgruppe betreibt unter anderem den Skilift auf dem Eisenberg sowie die Lifte und Sommerrodelbahnen auf der Wasserkuppe in der Rhön.

Nun wollen die Lift- und Rodelbahn-Spezialisten in Rasdorf rund 1,5 Millionen Euro ausgeben und zwei neue Hallen errichten. Das Unternehmen war von Josef Wiegand gegründet worden, der vor etwa einem Jahr im Alter von 80 Jahren starb.

Weil die Nachfrage nach den bewährten Erzeugnissen und den Neuentwicklungen groß ist, hat man in der Unternehmenszentrale Erweiterungspläne entwickelt, berichtet Geschäftsführer Hendrik Wiegand. Das Unternehmen ist in Rasdorf an zwei Standorten vertreten: Im Ortskern in der Landstraße und im Gewerbegebiet In der Vockenbach. Dort soll auf einer Fläche, die derzeit noch Standort einer Teststrecke für die Sommerrodelbahnen ist, eine neue Lager- und Verladehalle entstehen.

Die Halle werde 15 mal 20 Meter groß und so gebaut, dass Lkw an Stellen mit unterschiedlicher Ladehöhe andocken können, sagte Dieter Hahn bei einem Ortstermin. Der 50-Jährige gebürtige Rasdorfer gehört zur Wiegand-Geschäftsleitung. Außerdem werde die offen gebaute Halle auch Lagerfunktionen übernehmen. Das schaffe die Möglichkeit, die Arbeitsabläufe innerhalb des Unternehmens mit seinen zwei Produktionsstandorten zu verbessern.

Der Bau der Verladehalle ist der erste Schritt und soll ziemlich bald in Angriff genommen werden, nachdem die Teststrecke auf einem anderen Teil des Grundstücks aufgebaut worden ist.

Aufwendiges Bauvorhaben

Das zweite Bauvorhaben ist aufwendiger und bedarf größerer Vorbereitungen: Weil für die neu konzipierte zweigeschossige Halle bislang nicht zur Bebauung vorgesehene Flächen genutzt werden sollen, ist eine entsprechende Änderung des Bebauungsplans erforderlich. Die hat die Gemeindevertretung Rasdorf in ihrer jüngsten Sitzung auf den Weg gebracht.

Wie Dieter Hahn erklärte, wird dazu auf dem Betriebsgrundstück aufgeschüttetes Erdreich abgetragen. Dadurch entsteht Platz für den Bau der zweigeschossigen Halle, die so in das Gelände eingefügt wird, dass für anliefernde Fahrzeuge eine Zufahrt von der Straße In der Vockenbach möglich ist. Im Obergeschoss der Halle werden dann Arbeitsplätze der Produktion ihren Platz finden.

Wegen der sehr guten Auftragslage hat das Unternehmen bereits seine Mannschaft vergrößert: Im Januar seien 16 neue Mitarbeiter eingestellt worden, berichtet Hahn. Derzeit seien allein an den beiden Standorten in Rasdorf rund 260 Menschen beschäftigt.

Von Hartmut Zimmermann

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