Arbeitskreis Mutterkuhhaltung informierte sich über die Unfall-Vermeidung

Rinder besser verstehen

Krönender Abschluss des Seminars war der Besuch bei Landwirt Stefan Kohlmann in Buchenau. Bendedikt Rodens zeigt leicht wieder lösbare Knoten und demonstrierte die Seilbremse. Foto: nh

Buchenau. Tipps zum Umgang mit Rindern und die Prävention von Unfällen in der Landwirtschaft standen im Mittelpunkt eines Treffens im Schloss Buchenau, an dem 35 Teilnehmer aus den Kreisen Fulda und Hersfeld-Rotenburg des Arbeitskreises Mutterkuhhaltung teilnahmen.

Als Referenten waren von der Land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland Karlheinz Kappes und Benedikt Rodens eingeladen. Kappes gab zahlreiche Tipps zur Unfallverhütung und gab Einblicke in diverse Statistiken. An erster Stelle stehen bei den in der Landwirtschaft Tätigen etwa die Sturzunfälle. 2011 seien das im Bereich Hessen, Rheinland Pfalz, Saarland 3494 gewesen. Es folgten die Unfälle durch und mit Maschinen (2306), Unfälle mit Tieren (1807) und durch Fahrzeuge beziehungsweise Forstunfälle. Von großem Interesse waren bei den Mutterkuhhaltern die Tierunfälle. Auch hier hatte Kappes eine Statistik parat: Unfälle mit Rindern gab es 965 mit Pferden 443. 21 Prozent der Unfälle mit Rindern ereignen sich beim Treiben, so Kappes. Von 979 Unfällen mit Bullen im Jahr 2009 endeten neun tödlich.

Bullenangriffe auf den Menschen sein bei der Mutterkuhhaltung selten. „Die Bullen in einer Milchkuhherde reagieren agressiver auf den Menschen“, so Kappes. Neuesten Studien zu Folge sei es auch von größter Bedeutung, wie der Bulle aufgewachsen sei. Jungtiere, die neben und mit der Mutterkuh aufgewachsen seien, und von den Alttieren sozialisiert wurden, seien weniger aggressiv. Sie würden den Menschen nicht in die Rangordnungskämpfe mit einbeziehen.

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