Anbau der „Villa Kunterbunt“ in Unterhaun für zwei neue Krippengruppen wächst

Das Richtfest gerettet

Stießen gestern auf die neue Kinderkrippe an: Anne Gilbert, Leiterin der Kindertagesstätte „Villa Kunterbunt“, Haunecks Bürgermeister Harald Preßmann und Reiner Kremmer von der Firma Herrmann (von links). Foto: Maaz

Unterhaun. Reiner Kremmer, Vorarbeiter bei der Firma Herrmann, musste es gestern richten, denn der eigentliche Zimmermann für das recht kurzfristig anberaumte Richtfest für den Anbau der „Villa Kunterbunt“ in Unterhaun war nicht erschienen.

Gut vier Monate nach dem ersten Spatenstich im Oktober (HZ berichtete) steht nun der Rohbau; aktuell läuft die Ausschreibung für die Fenster, bis Ende nächster Woche soll das Dach fertig sein. „Ich sehe das Endergebnis schon vor mir“, ist Planer Bernd Emmerich von der weiterhin zügigen Fertigstellung des modernen Anbaus überzeugt.

„Schon genug Anmeldungen“

Zwei neue Krippengruppen mit je zwölf Plätzen sollen dort untergebracht werden. Eventuell wird auch noch eine dritte, jahrgangsübergreifende Gruppe eingerichtet, sagte Haunecks Bürgermeister Harald Preßmann. Die Obergrenze liege bei insgesamt 100 „Regelkindern“ und 36 Krippenkindern unter drei Jahren. Neben den neuen Gruppenräumen werden in dem Neubau auch eine Küche, ein Schlafraum, ein Spielflur, Toiletten und ein Personalraum eingerichtet. Spätestens im September, zum neuen Kindergartenjahr, soll der Anbau bezugsfertig sein. „Wir haben jetzt schon genug Anmeldungen, um die neuen Räume füllen zu können“, betonte Bürgermeister Preßmann, der den rund 820 000 Euro teuren Anbau mit Blick auf den Wert der Kinder „rechtfertigte“. 500 000 Euro finanziert die Gemeinde über Kredite mit 0,9 Prozent Zinsen auf zehn Jahre. Der Rest wird mit Zuschüssen für die Betreuung und für energetische Sanierungen gestemmt. Im Zuge der Erweiterung wird auch der bestehende 70er-Jahre-Bau energetisch saniert.

Weil für Kindertagesstätten besondere Anforderungen an den Brandschutz gestellt werden, wird demnächst auch der bisherige Holzsteg vom Obergeschoss abgerissen und durch einen Betonsteg ersetzt. Der Betrieb in der „Villa Kunterbunt“ soll während der Bauarbeiten möglichst reibungslos weiterlaufen, nur im Außenbereich müssen die Erzieherinnen und Kinder kleinere Einschränkungen hinnehmen. „Aber das Ergebnis zählt“, freut sich Leiterin Anne Gilbert über den Anbau. Beim Richtfest feierten gestern neben den „offiziellen“ Vertretern natürlich auch einige Eltern und Kinder mit.

Von Nadine Maaz

Kommentare