Firma Bickhardt Bau ist maßgeblich am Bau beteiligt

Ortsumgehung Hauneck: Projekt kommt in Fahrt

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Die Arbeiten gehen voran: So auch an der Baustelle in Oberhaun. Rechts ist die neue provisorische Fahrbahn zu sehen.

Hauneck. Die lange Zeit der Planungen ist vorbei. Die Arbeiten an der fünf Kilometer lange Ortsumgehung an der Bundesstraße 27 bei Hauneck haben seit diesem Sommer sichtbar Fahrt aufgenommen. Zwischen der Autobahnanschlussstelle Bad Hersfeld und Sieglos bauen die Verkehrswegebauexperten von Bickhardt Bau aus Kirchheim vier neue Brücken, stellen Einschnittsbereiche her, schütten Straßendämme auf und asphaltieren Teilabschnitte.

Zwischen der Autobahnanschlussstelle Bad Hersfeld und Sieglos bauen die Verkehrswegebauexperten von Bickhardt Bau aus Kirchheim vier neue Brücken, stellen Einschnittsbereiche her, schütten Straßendämme auf und asphaltieren Teilabschnitte.

In der Unternehmenszentrale sind die Verantwortlichen erfreut, ihre Fähigkeiten nicht nur bei einer Vielzahl an überregionalen Bauprojekten, sondern auch in der Heimat unter Beweis stellen zu können. „Bei der Realisierung der Ortsumgehung Hauneck kommen drei unserer wichtigsten Sparten zum Einsatz: Der Straßenbau, der Brücken- und Ingenieurbau und der Spezialtiefbau“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Bickhardt Bau AG Ralf Schär.

Durch die Summe der Einzelaufträge, die das Unternehmen in den verschiedenen Ausschreibungen gewinnen konnte, sei die Ortsumgehung zu einem wichtigen Tätigkeitsschwerpunkt angewachsen.

Bad Hersfeld

Im September haben die Bickhardt-Bau-Mitarbeiter die Fahrbahndecke im Bereich der Autobahnanschlusstelle Bad Hersfeld erneuert. Im weiteren Streckenverlauf findet unterhalb der Sintisiedlung die Anbindung an die alte B 27 statt. Dafür muss der Verkehr provisorisch in Richtung Gewerbegebiet Blaue Liede verlegt werden. Noch 2015 sollen die Fahrzeuge auf dem etwa 500 Meter langen Streckenabschnitt rollen können.

Sieglos

Die Arbeiten für die neue Haunebrücke bei Sieglos befinden sich auf der Schlussgeraden. In drei großen Betonierabschnitten haben die Brückenbauer für das 153,30 Meter lange Bauwerk rund 5200 Kubikmeter Beton verbaut. 375 Tonnen Bewehrungsstahl sorgen für die nötige Stabilität und Elastizität. Vier Pfeilerpaare stützen das zwischen 11,60 und 15,30 Metern breite Bauwerk, das eine Fahrbahnoberfläche von 2000 Quadratmetern hat. Die unterschiedliche Breite ergibt sich durch die Aufweitung für eine Abbiegespur nach Sieglos.

Hauneauen

Damit das Bauwerk überhaupt in den Niederungen der Hauneaue gebaut werden konnte, haben die Spezialtiefbauer für stabile Bodenverhältnisse gesorgt: Sie haben dort, wo Widerlager und Pfeiler stehen, 42 Großbohrpfähle mit 1,20 Meter Durchmesser hergestellt. Acht bis zwölf Meter tief reichen die bewehrten Betonpfähle ins Erdreich hinein.

In Vorbereitung mussten die Haune und der benachbarte Mühlgraben verlegt werden. Zudem wurden in den Hauneauen mehrere Retentionsflächen geschaffen, um bei Hochwasser zusätzliche Wassermassen aufnehmen zu können. GPS-gesteuerte Bagger haben das Gelände modelliert und künstliche Flutmulden angelegt.

Unterhaun/Rotensee

Auch zwischen Unterhaun und Rotensee sind die Bickhardt Bau-Mitarbeiter im Einsatz. Dort haben sie das Bauwerk 4 hergestellt, über das zum Jahresende der Verkehr der Kreisstraße 22 rollen soll. Die Trasse der neuen B 27 wird in diesem Bereich in einem Einschnitt geführt. Der Boden wurde bis zu sieben Meter tief ausgehoben. Knapp 30 000 Kubikmeter Erde wurden im Straßendamm zwischen Sieglos und Oberhaun wieder eingebaut.

Im weiteren Trassenverlauf östlich von Unterhaun haben die vorbereitenden Arbeiten für die Bauwerke 5 und 6 begonnen. Ende 2017 soll der Verkehr über die gesamte Ortsumgehung rollen. (red/nm)

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