Informationen während der ersten Bildungsmesse an der Eiterfelder Lichtbergschule

Probieren und entdecken

Zahlreiche Unternehmen der Region haben ihre Ausbildungsangebote während der ersten Bildungsmesse an der Eiterfelder Lichtbergschule vorgestellt. Foto: Diegelmann

Eiterfeld. Eine volle Schule an einem Samstagnachmittag – ein eher ungewöhnliches Bild, vor allem wenn der Anlass das unliebsame Thema Zukunftsplanung ist. Auf der Bildungsmesse in der Lichtbergschule in Eiterfeld allerdings war der Ansturm von interessierten Schülern enorm.

„Das ist ein Riesenerfolg für uns“, freute sich Haupt- und Realschulzweigleiter Ulrich Dölle, der die Bildungsmesse mit Berufsberaterin Corina Samann ins Leben gerufen hat. „Wir waren gespannt auf die Resonanz, und sind überrascht. Es treffen permanent mehr Schüler und Eltern ein.“

Pilotprojekt

22 Unternehmen aus der Region nahmen an dem Pilotprojekt der Lichtbergschule teil, darunter Unternehmen wie Weber Werbung, Procter & Gamble oder B&M Surface Systems. An den einzelnen Informationsständen konnten die Schüler in Gesprächen mit Ausbildern, aber auch Auszubildenden mehr über die jeweiligen Berufe und deren Möglichkeiten erfahren – und auch gleich selbst zupacken. „Da die Schüler oft daran interessiert sind, wie man mit bestimmten Situationen umgeht, können sie bei uns lernen, wie man das Essen anreicht“, erklärte Katharina Brehler, Pflegelehrerin der Altenpflegeschule in Burghaun.

Am Stand der Firma Ley aus Eiterfeld waren dagegen eher technische Fähigkeiten gefragt. „Die Schüler können hier kleine Rohrstücke stempeln“, erklärte Ansprechpartner Mario Dieterich. „Das wird gut angenommen. Auch einige Mädchen sind interessiert an einem Beruf im Maschinenbau.“

Einblicke ins Arbeitsleben

Marina Hoppe und Sophia Hilpert, beide Auszubildende zur Industriekauffrau bei Procter & Gamble, zeigten den Schülern dagegen, was in ihrem Ausbildungsbetrieb alles hergestellt wird. „Wir haben viel Anschauungsmaterial mitgebracht, um vorzustellen, was hinter dem Namen Procter & Gamble eigentlich steht“, erzählten die beiden. „Außerdem möchten wir auch über die technischen Berufe informieren, weil dafür momentan Bewerber gesucht werden.“

Bei den Schülern kamen die Aktionen der Unternehmen sehr gut an. „Es ist interessant zu erfahren, welche Möglichkeiten es in der Region gibt“, fand Julia Hansmeier (13) aus Eiterfeld. „Ich interessiere mich für einen Praktikumsplatz. Die Bäckerei Happ hat mich mit ihrem Stand schon mal sehr angesprochen.“ Niklas Heimroth (13) aus Rothenkirchen interessierte sich dagegen für andere Berufsfelder. „Ich würde gerne zur Bundespolizei gehen“, erklärte er.

Auf dem richtigen Weg

„Heute habe ich erfahren, was alles hinter der Ausbildung steckt.“ Florentine Wolf (16) aus Ufhausen zeigte sich begeistert vom Stand der Agentur für Arbeit. „Ich habe einige Fragen beantworten müssen und dann aufgezeigt bekommen, was für mich in Frage kommt“, erklärte sie. „Mir wurde bestätigt, dass die soziale Richtung das Richtige für mich ist.“

Von Laura Diegelmann

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