Spitzenunterhaltung beim Galaabend des ECV Eiterfeld im Bürgerhaus

Der Pfarrer als Rowdy

Das Kinderprinzenpaar des ECV: Anna Gärtner und Julius Herber. Fotos: Desoi

Eiterfeld. Spitzen Stimmung ist garantiert, wenn der ECV Eiterfeld zum Galaabend ins Bürgerhaus einlädt. Schon Wochen vorher sind die Karten ausverkauft. Von Anfang an wird mitgeklatscht und geschunkelt.

Mit faschingsheiserer Stimme stellte Präsident Mathias Herber das Prinzenpaar Viktoria und Florian Roth sowie das Kinderprinzenpaar Anna Gärtner und Julius Herber vor.

Sitzungspräsident Hubert Hohmann übernahm recht bald das Zepter und führte gekonnt durch die vielen Highlights.

Die „Männer von Sinnen“, eingeheizt von Klaus Isert, schossen wieder einmal den Vogel ab: Neben einer musikalischen Persiflage durch allerlei Geschäfte der Marktgemeinde wurde flugs der Faschingsprinz zum Bachelor gekürt. Nein, der treue Prinz wählte nicht Änne von Reckrod, und auch nicht Lore Busold. Zum Glück drehte sich das Kandidatinnen-Karussell noch einmal und seine Viktoria erschien.

Sehr gerne genommen werden Sketche von Eiterfelder Autoritäten, die sich zu Fasching mal ganz anders auf der Bühne präsentieren: Pfarrer Josef Schlitt gammelte als Rowdy an der Bushaltestelle herum. Dechant Markus Blümel, Kaplan Alexander Best und Pfarrer Karl Josef Gruber waren als die Heiligen Drei Könige unterwegs. Ihre Vorbereitungen zur Sammlung dauerten so lange, dass für die eigentlichen Hausbesuche keine Zeit mehr war. Was zwar als Gag vorgetragen wurde, lag doch so nah am Alltag.

Hubert Wittner sang aus dem Knöchelverzeichnis vom Gesangverein „halbe Lunge“. Und was er da noch von seinem Besuch im Swinger-Club für schlüpfrige Sachen ausplauderte, das entlockte so manchem Gast im Saal einen lauten Kreischer.

Jüngste Rednerin

Bei Lilli Zentgraf konnte man sich Kniffs und Tricks abgucken, wie man seine Oma ohne Pass nach Italien schmuggeln kann. Mit Lilli hat der ECV eine gute Wahl getroffen. Sie ist die jüngste Büttenrednerin in Eiterfeld. Das Gefolge des Kinder-Prinzenpaares präsentierte eine Schneewittchen-Einlage der ganz besonderen Art.

Viel Beifall erhielten die Ex-Prinzenpaare, die jedes Jahr das Dorfgeschehen unter die Lupe nehmen. Diesmal als Rhönwandergruppe.

Bei den Eiterfelder „Kehschwänz“ (Kühschwänze) blieb einigen Gästen der Mund offen stehen. Nur mit improvisierten Musikinstrumenten, mit Dialekt gewürzten, einfachen Texten und der Stimme von Emanuel Höfer rockten da vier junge Männer den Saal heiß und das Publikum rockte mit: „Ja uns dun die Knie so weh – weil mer in de Kirch muß knie.“

Fotos vom Galaabend

Galaabend in Eiterfeld

Die Brass Brothers toppten den Abend noch einmal mit schiefen Tönen aus sechs Blasinstrumenten, herrlich vereint zu einem Ohrenschmaus, mit dem Trommelwirbel des Schlagzeugers. Ähnliche Formation der Akteure zeigte noch einmal ihr Können als „T-Project Trommler Show“. Zur vorgerückten Stunde wurden die ersten Müdigkeits-Erscheinungen der Gäste im Keim erstickt: Die jungen Männer der „Cathastrophe“ brachten das Bürgerhaus unter anderem zu Michael-Jackson-Songs zum Kochen.

Die Tanzgruppen wirbelten die Beine auf der Bühne mit fernsehreifen Tanzeinlagen. Von der Bienchengarde über die Roten Funken bis hin zu den schönen Mädchen der Rhöngarde und den Eitrafunken. Ganz besonders viel Applaus bekam die Tanzeinlage „König der Löwen“.

Von Christa Desoi

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