Tänzer aus Eiterfeld gewinnen sensationell den hr-Grand-Prix der strammen Waden

Perfekte „Cathastrophe“

Riesenstimmung und große Freude: Das Männerballett „Cathastrophe“ und Trainerin Catharina Volkemer nach dem „Public Viewing“ im Eiterfelder Bürgerhaus. Dort feierten sie mit Freunden und Bekannten ihren Sieg beim „Grand-Prix der strammen Waden“ des hr-Fernsehens. Die Jury war begeistert. Foto: Karl-Heinz Burkhardt

Eiterfeld. Sie kamen, tanzten und siegten: Das Männerballett „Cathastrophe“ aus Eiterfeld hat den Grand-Prix der strammen Waden des hr-Fernsehens in Rödermark gewonnen. Die Sendung war bereits im Januar aufgezeichnet worden, jetzt gab es ein „Public Viewing“ im Eiterfelder Bürgerhaus.

Toll war es nicht. Auch super trifft nicht zu: Nein, es war geradezu bombastisch, was die Jungs um Trainerin Catharina Volkemer auf die Bühne gebracht hatten. So lautete jedenfalls das Gesamturteil der Jury, die sonst eher kritisiert hatte als gute Bewertungen vergaben. Bei der „Cathastrophe“ war es anders: Das Jury-Trio mit Moderatorin Bärbel Schäfer, Tanzprofi Markus Schöffl und Fernsehkoch Achim Winter war voll des Lobes. Bärbel Schäfer hatte offenbar schon lange auf eine Gruppe wie die Eiterfelder gewartet: „Jungs, wo habt ihr gesteckt?“, fragte die Moderatorin nach dem Auftritt der 20 Jungs. Spaßvogel Achim Winter gefielen vor allem die hautengen bunten Morphsuits genannten Ganzkörperkostüme der Tänzer. „Ihr habt wirklich gut und körperbetont getanzt“, lobte er. Und Tanzprofi Markus Schöffl sagte erstmal gar nichts. Doch was dann aus dem Munde des erfahrenen Turniertänzers herauskam, sorgte für Gänsehaut unter dem Morphsuit: „Ich bin ja selten sprachlos. Aber bei euch fehlen mir die Worte. Ihr habt einfach den Move“, urteilte er.

„Richtig stolz“

„Dass man von einem Profi so eingeschätzt wird, macht uns so richtig stolz“, berichtet Trainerin Catharina Volkemer immer noch im Freudentaumel. Aus sieben Männertanzgruppen bestand die Konkurrenz, gegen die es sich durchzusetzen galt. Es gab viel nackte Haut zu sehen, darunter auch einige Bierbäuche, und manche Gruppen bugsierten riesige Requisiten auf die Bühne. „Sehr cool“, beschreibt die Trainerin die Stimmungslage kurz vor dem Auftritt. Da hatten die Jungs schon einen halben Tag Proben hinter sich, denn der komplette Ablauf der Aufzeichnung wurde mit den Gruppen noch einmal durchgegangen.

Als sich gegen 18 Uhr die Halle füllte, stieg auch die Spannung.

Die Eiterfelder tanzten als zweite Gruppe und machten alles perfekt. „Ich saß im Publikum mit allen ‘Cathastrophen-Fans’ und wir haben uns beim Anfeuern die Seele aus dem Leib gebrüllt. Die Atmosphäre war klasse“, schwärmt sie. Ein Bus voll mit Tänzern und Fans, darunter auch der ECV-Präsident und das Prinzenpaar des Eiterfelder Carnevalvereins, war nach Rödermark gefahren, um „Cathastrophe“ beizustehen.

Spannend bis zum Schluss blieb es dennoch – trotz des durchweg positiven Urteils der Jury. Bevor diese nämlich ihre Punkte verteilte, mussten die Trainer aller Gruppen ihre Punkte an die anderen Gruppen auf der Bühne vergeben. Und da entwickelte sich mit den „Miniratis“ aus Mittelkalbach ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das schließlich von „Let’s-dance“-Juror Markus Schöffl entschieden wurde: „Ihr seid der absolute Sieger für mich heute Abend“, sagte er und vergab mit fünf Punkten seine höchste Wertung an die Jungs der „Cathastrophe.“

Spätestens da gab es kein Halten mehr, Trainerin und Fans stürmten zu ihren Tänzern auf die Bühne und genossen ihren Sieg im Konfettiregen. Und dann gab es doch eine kleine Katastrophe für die „Cathastrophe“: Der heißersehnte Pokal ging bei den allzu stürmischen Umarmungen zu Bruch. Inzwischen ist er aber wieder repariert und wird auf den Veranstaltungen des Eiterfelder Carnevalvereins am kommenden Wochenende gerne präsentiert.

Dann zeigen die Tänzer auch zum ersten Mal ihren neuen Tanz „Zirkus Fürchtikus“, der neben den Proben für den Grand Prix auch noch einstudiert wurde. „Das Training läuft jetzt richtig gut“, verrät Catharina Volkemer.

Von Sabine Burkhardt

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