B 27: Helmut Heiderich schreibt an den Minister

Ortsumgehung soll Chefsache werden

Hauneck. Mit einem Brief an Hessens Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir hat sich der heimische Bundestagsabgeordnete Helmut Heiderich (CDU) erneut in die Debatte um die B 27-Ortsumgehung in Hauneck eingeschaltet.

Bei der jüngsten Informationsveranstaltung von Hessen Mobil waren noch einmal Probleme beim Grunderwerb und „planerische Anpassungen“ als Gründe für den nunmehr fast anderthalbjährigen Baustillstand genannt worden. Zudem hatten die Verantwortlichen eingeräumt, dass nach der ursprünglichen Planung des Bauwerks 1 ein Brückenpfeiler im Wasser gestanden hätte.

„Ich bitte Sie, sich dringend dieser Angelegenheit anzunehmen“, schreibt Heiderich an den Minister. Nicht nur habe sich die Baufertigstellung verschoben, sondern auch die Kosten seien von ursprünglich rund 30 Millionen Euro auf nun 37 Millionen Euro deutlich gestiegen. „Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie bei Hessen Mobil die weitere Umsetzung dieses Projektes ab sofort beschleunigt werden kann“, so der CDU-Politiker. Bereits im Juli 2013 hatte Heiderich Al-Wazirs Amtsvorgänger Florian Rentsch auf die Probleme aufmerksam gemacht. „Hätte sich Haunecks Bürgermeister Harald Preßmann nicht persönlich so stark in den Verhandlungen engagiert, wäre das komplette Projekt noch weiter hinter dem Zeitplan zurück“, meint der Bundestagsabgeordnete.

„Missmanagement“

Er habe sich im Deutschen Bundestag immer für eine entsprechende Finanzierung der Ortsumgehung eingesetzt, teilt Heiderich in einer Presseerklärung mit. „Es ist den Bürgern nicht zu vermitteln, wenn durch ein solches Missmanagement die Budgets nicht abgerufen werden können und dann in andere Projekte fließen.“

Nachdem Bau und Planung nun dermaßen ins Stocken geraten seien, müsse die Maßnahme in Wiesbaden jetzt zur „Chefsache“ gemacht werden, fordert der Abgeordnete. (red/nm)

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