Die gesamte Marktgemeinde Eiterfeld ist nun Förderschwerpunkt des Landes Hessen

Ortsteile zusammenführen

Eiterfelds Bürgermeister Hermann-Josef Scheich (Zweiter von links) freut sich über die Aufnahme der Marktgemeinde in das Dorferneuerungsprogramm des Landes. Foto: Giebel

Eiterfeld. Nun ist es offiziell: Hessens Wirtschaftsstaatssekretär Steffen Saebisch hat vor dem Bürgerhaus in Eiterfeld den Anerkennungsbescheid über die Aufnahme der Marktgemeinde Eiterfeld mit ihren 20 Ortsteilen und Weilern in das Dorferneuerungsprogramm des Landes Hessen an Bürgermeister Hermann-Josef Scheich übergeben.

An der Übergabe nahmen unter anderem Fuldas Erster Kreisbeigeordneter Dr. Heiko Wingenfeld und Eiterfelds Vorsitzender der Gemeindevertretung Oskar Ruhl teil.

Eiterfeld gehört zu den 17 durch das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung ausgewählten Förderschwerpunkten Hessens. Erstmals wurden ganze Kommunen aufgenommen, bisher gab es die Förderung nur für einzelne Ortsteile. Die Anerkennung gilt bis zum Jahr 2021, erläuterte Bürgermeister Scheich.

Saebisch betonte, dass die Förderziele hinsichtlich der Folgen des demographischen Wandels weiterentwickelt wurden. So soll das Programm die Ortsteile der Marktgemeinde weiter zusammenführen und das Zusammenwachsen fördern. Eiterfeld habe sehr aktive Bürger und diese sollen entscheiden, wofür die Finanzmittel vor Ort eingesetzt werden. Der Landkreis Fulda übernähme eine beratende Funktion.

Das Wirtschaftsministerium hoffe, mit dem Förderprogramm, für das jährlich rund 25 Millionen Euro bereitgestellt würden, Folgeinvestitionen vor Ort auszulösen, wobei auch die Wertschöpfung vor Ort gewünscht ist. Regionale mittelständische Unternehmen und Handwerksbetriebe sollen somit ebenfalls vom Programm profitieren.

Eiterfelds Bürgermeister dankte Staatssekretär Saebisch und dem Land Hessen für die Aufnahme Eiterfelds in das Förderprogramm. „Das ist eine gute Möglichkeit für die Gestaltung der Zukunft.“

Der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Wingenfeld unterstrich, dass Eiterfeld gute Voraussetzungen habe, trotz der demographischen Entwicklung optimistisch in die Zukunft sehen zu können. Die Bürger Eiterfelds in den über 100 Vereinen und Verbänden hätten sich schon in der Vergangenheit durch hohe Eigenleistungen bei öffentlichen Projekten ausgezeichnet.

Der Vorsitzende der Gemeindevertretung Ruhl begrüßte es, dass erstmals nicht einzelne Ortsteile in das Förderprogramm aufgenommen wurden. Er hofft, dass mit diesem Förderprogramm Maßnahmen angestoßen werden, die die Attraktivität der gesamten Marktgemeinde für alle Bevölkerungsschichten erhalten und steigern werden.

Als erste Maßnahme soll nun ein Planungsbüro beauftragt werden, gemeinsam mit der Bevölkerung und den politisch Verantwortlichen ein Integriertes Kommunales Entwicklungskonzeptes (IKEK) zu entwickeln. (red/nm)

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