Eiterfelds Bürgermeister legt Haushaltsentwurf vor – Das Abwasser wird teurer

Optimistisch ins neue Jahr

Eiterfeld. „Mit einer gewissen Zufriedenheit“ hat Eiterfelds Bürgermeister Hermann-Josef Scheich den Haushaltsentwurf für das kommende Jahr vorgelegt. Immerhin kann er sich über das zweite positive Jahresergebnis seit Einführung der doppischen Haushaltsentführung freuen. Erträgen von rund 14,3 Millionen Euro stehen rund 14 Millionen Euro an Aufwendungen gegenüber, sodass ein Plus von rund 300 000 Euro auf dem Papier steht.

Das Gesamtsteueraufkommen wird laut Entwurf rund 9,9 Millionen Euro betragen und damit etwa 800 000 Euro mehr als 2013. Das liegt vor allem an höheren Schlüsselzuweisungen für die Gemeinde. Außerdem habe sich die Gewerbesteuer nach den Schwankungen in den vergangenen zwei Jahren stabilisiert. Den größten Posten auf der Ausgabenseite machen die Kreis-, Schul- und Gewerbesteuerumlage aus (rund fünf Millionen Euro), gefolgt von den Personalkosten mit rund 2,9 Millionen Euro.

Im Finanzhaushalt stehen sich 1,1 Millionen Euro an Investitionen und 232 000 Euro aus Zuschüssen und Beiträgen gegenüber. Investiert wird vor allem im Bereich Tief- und Straßenbau, außerdem stehen die Ertüchtigung der Kläranlage in Soisdorf auf dem Plan sowie Abwassermaßnahmen in Ufhausen. Der Schuldenstand der Gemeinde wird Ende 2014 voraussichtlich 4,6 Euro Millionen Euro betragen, die Neuverschuldung gab Scheich mit 116 000 Euro an.

Verhalten optimistisch könne man jedenfalls ins neue Jahr starten, so Scheich, der aber auch davor warnte, den Bürgern falsche Versprechungen zu machen. Denn gespart werden müsse natürlich weiterhin, zumal die Kommunen von Landesseite keine großen Verbesserungen in Sachen finanzieller Unterstützung zu erwarten hätten. Die Gemeindevertreter haben nun über den Jahreswechsel Zeit, das Zahlenwerk durchzuarbeiten, um dann darüber zu beraten und abzustimmen.

Dass Eiterfeld trotz solider Kasse nichts zu verschenken hat, wurde in der letzten Sitzung vor Weihnachten aber auch klar. So beschlossen die Gemeindevetreter mit 14 Ja-Stimmen bei zwölf Mal nein und zwei Enthaltungen die Abwassergebühr um 0,59 Cent auf 4,46 Euro pro Kubikmeter anzuheben. „Das macht keinen Spaß“, sagte Theodor Kohlmann, Fraktionsvorsitzender der FWG, sei aber notwendig. Für die Grünen ging die Erhöhung noch nicht weit genug. Wenn jetzt nicht kostendeckend gerechnet werde, zahlten in Zukunft weniger Bürger noch mehr, warnte Artur Storch vor einer Schuldenübertragung auf die nächste Generation.

Kita-Gebühren vertagt

Die Erhöhung der Kita-Gebühren vertagten die Gemeindevertreter kurzfristig auf die nächste Zusammenkunft, nachdem einige Eltern sich schriftlich an deren Vorsitzenden gewandt hatten. Sie wollen eine Staffelung der Gebühren erreichen, wie es sie auch in anderen Gemeinden gibt.

Texte unten

Von Nadine Maaz

Kommentare