Die Damen eines ganz besonderen Eiterfelder Clubs feiern 25-jähriges Bestehen

Ohne Hut? Undenkbar!

Seit nunmehr 25 Jahren treffen sich die Damen des Eiterfelder Hutclubs. Ein Hut ist bei jedem ihrer Treffen Pflicht. Foto: nh

Eiterfeld. Ein Treffen ohne ihre Hüte hat es bei den Eiterfelder Damen des Hutclubs noch nie gegeben. In diesem Monat konnten sie ihr 25-jähriges Bestehen feiern. Und an ihrer Hut-Tradition hat sich auch bis heute nichts geändert.

Regelmäßige Treffen

Jeden letzten Donnerstag im Monat nehmen sich die Damen des Hutclubs Zeit für ihre Treffen. Es wird gemeinsam gegessen, gesungen und geplaudert. Der Club wurde im Jahr 1987 gegründet. „Einige von uns saßen damals im Café Thiele in Fulda. Da kamen dann ein paar Frauen, alle mit Hüten und Handtaschen. Und es wurde beschlossen: Das machen wir jetzt auch“, erklärt die Vorsitzende des Hutclubs, Margret Gutberlet (76) aus Eiterfeld. Ganz schnell wurden immer mehr Mitglieder gewonnen.

„Als wir noch jünger waren, haben wir immer Ausflüge gemacht“, blickt Margret Gutberlet zurück. Lustige Erinnerungen werden mit diesen Reisen verbunden, denn auch dabei waren die Hüte ein Muss. Außerdem fielen die Kopfbedeckungen vor einigen Jahren noch viel ungewöhnlicher aus. „Wir hatten früher die ältesten Hüte auf, die wir gefunden haben“, sagt Anneliese Litz (76) aus Eiterfeld und fügt schmunzelnd hinzu: „Bei einem Ausflug nach Bad Kissingen ist eine Verkäuferin aus einem Hutgeschäft rausgelaufen und hat gefragt, wer uns denn diese Hüte bloß verkauft hätte.“ Auch ein Besuch in einer Hutfabrik zählte selbstverständlich zu den Unternehmungen. Dort lernten die Damen des Hutclubs, wie ein Hut richtig getragen wird. Das weiß Ursula Litz (88) noch ganz genau: „ Er wird von vorne aufgesetzt und soll nicht hinten am Hinterkopf hängen.“

Im Alltag ohne Hut

Es gibt jedoch auch Club-Mitglieder, die im Alltag gerne einmal auf die Kopfbedeckung verzichten. „Ich trage eigentlich keine Hüte, immer nur zu den Treffen. Ich habe auch nur einen für den Sommer und einen für den Winter“, gesteht Margarete Glotzbach (82) aus Eiterfeld lachend.

Trudi Trabert hingegen ist nur ganz selten ohne Hut unterwegs. Sie besitzt die meisten Kopfbedeckungen unter den Damen. Seit ihrem fünften Lebensjahr hat sie eine Leidenschaft für diese Accessoires. Denn damals bekam sie ihren ersten Hut geschenkt. Wichtig ist ihr bis heute, dass dieser auf die restliche Kleidung abgestimmt ist.

Darauf legt auch Ria Joseph (77) aus Arzell Wert: „Der Hut passt zu Handtasche, Handschuhen und Schuhen. Das habe ich von meiner Mutter geerbt“, erklärt sie lächelnd. Traudel Münkel hat zu der Jubiläumsfeier sogar extra den Hut aufgezogen, den sie auch auf dem Gründungsfoto trägt - der älteste Hut des Abends. (red/esp

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