Karl Josef Gruber ist ab Dezember neuer Pfarrer in der Vorderrhön

„Offen für Neues“

Pfarrer Karl Josef Gruber in einer seiner neuen Wirkungsstätten, der Evangelischen Kirche Buchenau, der ersten und ältesten evangelisch gebauten Kirche von Kurhessen-Waldeck. Foto: Maaz

Eiterfeld. Das Apfel-Bäumchen, das Pfarrer Karl Josef Gruber als Abschiedsgeschenk an seiner alten Wirkungsstätte in Marburg bekommen hat, wird nun am Pfarrhaus in Eiterfeld gepflanzt. Als Zeichen der Hoffnung.

Zum 1. Dezember, also am ersten Advent und damit zum Beginn des neuen Kirchenjahres, tritt Gruber sein Amt an, präsent ist er in den Gemeinden aber schon jetzt.

So hat er in seinem neuen Wirkungskreis bereits die ersten Gottesdienste gehalten, die Kirchenvorstände und einige Gemeindeglieder kennengelernt. Auch die Namen seiner Konfirmanden kennt er nach einer gemeinsamen Freizeit. Den neuen gemeinsamen Gemeindebrief hat Gruber ebenso mitgestaltet. „Es ist mir wichtig, Interesse zu zeigen, und zwar nicht erst zu Advent und Weihnachten“, erklärt der 49-Jährige sein Engagement.

Gemeinsam mit seinem Kollegen Pfarrer Harald Krüger wird er das neu gebildete Kirchspiel Vorderrhön mit den Evangelischen Kirchengemeinden Buchenau, Eiterfeld-Rasdorf und Mansbach betreuen, wobei Gruber für den Bezirk Vorderrhön II zuständig ist und Krüger für das Gebiet Vorderrhön I.

Berufswunsch kam früh

Seinen neuen Partner kennt Gruber übrigens schon aus Studienzeiten, über ihn hatte er im Sommer auch von der Vakanz in Eiterfeld erfahren und sich beworben. „Ich war offen für eine Veränderung“, erklärt der 49-Jährige, der zuletzt zehn Jahre lang in Marburg-Cappel gearbeitet hat.

Dass er Pfarrer werden wollte, habe er schon bei der Konfirmation gewusst. Das Theologie-Studium nach dem Abitur war die logische Folge, und natürlich ist der Pfarrer-Job nicht nur Beruf, sondern Berufung. „Ich kann mir keinen anderen Beruf vorstellen, der so gut zu mir passen könnte“, sagt Gruber. „Man hat mit allen Generationen zu tun, vom Säugling bis zur Uroma. Über die Menschen öffnet sich mir der Himmel.“ Eine besondere Herausforderung sei nun das Großprojekt der Umstrukturierung im Kirchspiel. „Es ist eine reizvolle Aufgabe, die neue Struktur auszuprobieren, ich hoffe, dass es klappt“, sagt der Pfarrer.

Gruber ist außerdem tief überzeugter Ökumeniker, der den Kontakt zur katholischen Kirche unbedingt weiter aufrecht erhalten und ausbauen will. Ganz in diesem Sinne, wird er demnächst auch erstmal im katholischen Pfarrhaus unterkommen können, bis er im Januar ins Eiterfelder Pfarrhaus ziehen kann, das derzeit noch renoviert wird. Hintergrund, Zur PersoN

Von Nadine Maaz

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