Rhina: Hessischer Verwaltungsgerichtshof lehnt Beschwerde von Anwohnern ab

Bau nimmt Gestalt an

Die Firma IBR Messtechnik aus Rhina baut an der Kirchstraße ein neues Gebäude. Bislang sitzen die Mitarbeiter mit im Wohnhaus der Familie Rohrbach. Foto: Dachdecker Gruß/nh

Rhina. Während das neue Gebäude der IBR-Messtechnik GmbH und Co. KG in Rhina wächst und gedeiht, hat der Hessische Verwaltungsgerichtshof jetzt die Beschwerde von Anwohnern gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichts Kassel von vergangenem Dezember zurückgewiesen. Diese hatten den Bau per Eilverfahren stoppen wollen, weil sie gleich mehrere Verstöße ausgemacht haben wollten. Zudem befürchteten sie Beeinträchtigungen der Umwelt und Schlammlawinen durch aufgehäufte Erdhügel. Auch die Bekanntmachung des Bebauungsplans in den „Haunetal Nachrichten“ hatten die Anlieger kritisiert.

Das Verwaltungsgericht Kassel hatte den Antrag jedoch abgelehnt, woraufhin die Beschwerdeführer sich an den Hessischen Verwaltungsgerichtshof als nächste Instanz wandten. Antragsgegner ist der Landkreis Hersfeld-Rotenburg als zuständige Genehmigungsbehörde für den Bau. Die Firma IBR-Messtechnik beziehungsweise deren Geschäftsführer waren in dem Verwaltungstreitverfahren lediglich Beigeladene.

Das Unternehmen, das vor über 30 Jahren in Rhina gegründet wurde, errichtet an der Kirchstraße einen zweistöckigen, repräsentativen Neubau mit rund 1300 Quadratmetern Nutzfläche (wir berichteten). Die internationalen Kunden von IBR kommen etwa aus der Automobil- und Flugzeugindustrie. Die Baurbeiten liegen laut Geschäftsführer Robert Rohrbach dank des milden Winters im Zeitplan. Eine Gefahr durch den Erdaushub schließt er weiterhin aus.

In der Begründung des Verwaltungsgerichtshofs heißt es unter anderem, dass keine Verstöße gegen die „nachbarschützenden Vorschriften“ erkennbar seien, eine Beeinträchtigung der Antragsteller sowie eine Gefahr durch Erdmassen sei nicht zu befürchten. Auch die öffentliche Bekanntmachung ist nach Meinung des Gerichts nicht zu beanstanden. Robert Rohrbach schließt sich der Justiziarin des Landkreises an: „Wir sehen den Beschluss positiv und haben ihn so erwartet.“ (nm)

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