Hessen Mobil informierte verunsicherte Haunecker über die Ortsumgehung B 27

Nicht ohne Belastungen

Heinz-Joachim Mengel (links) und seine Kollegen von Hessen Mobil informierten über die Ortsumgehung B 27. Foto: Maaz

Hauneck. Mit mehreren Ordnern und einem großen Faltplan waren die Vertreter von Hessen Mobil am Donnerstagabend ins Bürgerhaus Unterhaun gekommen.

Sie informierten dort auf Einladung von Bürgermeister Harald Preßmann mehr als 100 Zuhörer über den aktuellen Stand der Dinge und den Ausblick in Sachen Ortsumgehung B 27. „Ein nicht enden wollendes Thema“, wie Harald Preßmann mit einem Schmunzeln und Blick auf die vergangenen Jahre feststellte.

Und eines gleich vorweg: Auch wenn es viele Haunecker nicht glauben wollen, Hessen Mobil ist zuversichtlich und „fest gewillt“, die neue Straße planmäßig Ende 2015 freigegeben zu können. Anschließend sollen dann die Lärmschutzmaßnahmen umgesetzt und die für den Bau benötigten Wege rückgebaut werden. Den Weg bis dahin mit allen Bauphasen und Bauwerken erläuterten die Vertreter aus den Bereichen Planung und Bau in ihrer Präsentation.

Die gut 4,7 Kilometer lange und knapp 30 Millionen Euro teure Ortsumgehung für Sieglos, Unterhaun und Oberhaun ist laut Planungsdezernent Peter Wöbbeking natürlich „ein großes Bauwerk in einer relativ kleiner Gemeinde“, und das gehe nunmal nicht ohne Belastungen. Doch am Ende stehe eben das für viele lohnende Ziel, die Ortsdurchfahrt zu entlasten.

Die Fragen der Bürger drehten sich vor allem um das Thema Lärm- beziehungsweise Schallschutz. Viele haben offenbar Angst, dass es durch die neue Umgehungsstraße für sie lauter werden könnte, vor allem, da in der Nähe auch die Bahntrasse verläuft. Wöbbeking und seine Kollegen verwiesen auf die „äußerst komplizierten“ Berechnungen, die ein Mindestmaß an Lärmschutz sicherstellen sollen. Einseitige, absorbierende Schutzwände sollen den Schall schlucken. Auch die zulässige Höchstgeschwindigkeit der Fahrzeuge macht den Bürgern Sorge; dafür ist allerdings dann der Landkreis als Verkehrsbehörde zuständig.

„Wir werden den Bau mit Argusaugen beobachten und versuchen, das Projekt so gut es geht zu begleiten und die Interessen der Bürger zu vertreten“, versprach Bürgermeister Preßmann. Er appellierte zum Schluss der Veranstaltung auch noch einmal an alle Haunecker, offene Fragen zu klären anstatt Gerüchte in die Welt zu setzen oder das Projekt schlecht zu machen. Alle zwei Wochen tauschen sich die Gemeinde und Hessen Mobil aus. HintergRund

Von Nadine Maaz

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