Eiterfelder Gemeindevertreter stimmen Plänen für Leibolz zu – Weitere 125 000 Euro

Neubau nimmt Gestalt an

Eiterfeld. Die Pläne für den Neubau des Dorfgemeinschaftshauses in der Leibolzer Ortsmitte nehmen weiter Formen an. Die Eiterfelder Gemeindevertreter stimmten in ihrer jüngsten Sitzung dem Vorentwurf 7 mit Stand vom 3. September 2012 zu. Außerdem sprachen sie sich für die Bereitstellung von weiteren 125 000 Euro aus, die im Haushaltsplan 2013 auftauchen werden.

An der Großentafter Straße in Leibolz, wo jetzt noch das alte Dorfgemeinschaftshaus steht, ist der Neubau eines so genannten Generationentreffs und einer Rettungswache mit Unterstellplatz für ein Fahrzeug des Katastrophenschutzes geplant. Auch die DRK-Ortsvereinigung Eiterfeld/Arzell bekommt damit neue Räume (wir berichteten).

Bei den aktuellen Planungen sind verschiedene Änderungswünsche – etwa zu den Toiletten, zur Küche und zur Theke – berücksichtigt worden. Dem Ortsbeirat Leibolz waren die Ideen Ende August vorgestellt worden.

Grüne sagen nein

Bei der Abstimmung zeigten sich die Gemeindervertreter von FWG, SPD und CDU einmütig und stimmten mit großer Mehrheit zu. Zwei Nein-Stimmen zu den Plänen gab es – neben drei Enthaltungen – hingegen von den Grünen, die einmal mehr auf den Zwang zum Sparen verwiesen. „Es besteht Handlungsbedarf, aber so geht es nicht“, sagte der Fraktionsvorsitzende Artur Storch, der sich an den zusätzlichen 125 000 Euro und einem fehlenden Konzept für den Generationentreff störte. Im neuen Generationentreff soll vor allem der Kontakt zwischen Jung und Alt gefördert werden, an den Angeboten sollen ehrenamtliche Partner, etwa aus Vereinen oder der Kirche, beteiligt werden.

Dass die Gemeinde sparen müsse, bestätigte zwar auch der FWG-Fraktionsvorsitzende Theodor Kohlmann, „aber mit Augenmaß“. „Wir dürfen die Ortsteile nicht ausbluten lassen und können den demografischen Wandel nicht ignorieren“, so Kohlmann zu der „stolzen Summe“.

Insgesamt 375 000 Euro werden nun für die Maßnahme bereitgestellt, 250 00 Euro sind bereits im 2012er-Haushalt enthalten. Die Gesamtkosten für den Bau des Generationentreffs belaufen sich nach den aktuellen Kostenschätzungen auf rund 325 000 Euro, 50 000 Euro sind für die Ausstattung eingeplant. Die Kosten für die Rettungswache mit Schulungsräumen und Stellplätzen übernimmt der DRK-Kreisverband, der neben der Gemeinde Bauherr ist.

Für Gertrud Mertens von der CDU sind die aktuellen Pläne für den neuen Komplex „eine gute Sache“, die alle Interessen optimal vereinige.

Der Abriss des alten Dorfgemeinschaftshauses soll 2013 erfolgen. Kurz notiert...

Von Nadine Maaz

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