Eiterfelder Sozialdemokraten befürworten Windkraft und sehen keine stichhaltigen Argumente dagegen

SPD nennt IG Ufhausen „unverfroren“

Eiterfeld. Die Eiterfelder SPD-Fraktion weist die Vorwürfe der IG Pro Ufhausen zurück und steht zur Windkraft. Dies teilen die Sozialdemokraten in einer Pressemitteilung mit. Während einer Fraktionssitzung habe sich die Fraktion noch einmal eingehend mit dem Thema Windkraft in Ufhausen befasst. Heute Abend ist die Stellungnahme der Gemeinde zum Teilregionalplan Energie Nordhessen 2013 Thema bei der Gemeindevertretersitzung (HZ berichtete).

Der Fraktionsvorsitzende Hubert Wittner hatte die Sitzung einberufen, nachdem sich die Interessengemeinschaft gegen die Ausweisung von Windkraftflächen in Ufhausen zusammengeschlossen hatte. „Die heftigen Vorwürfe, die gegen die Gemeindepolitik geäußert worden sind, entbehren jeglicher Grundlage und enttäuschen uns sehr“, so Wittner.

„Keine Goldgräberstimmung“

Es sei selbstverständlich, dass die SPD-Fraktion jede Meinung zu diesem Thema aufnehme und auch akzeptiere, die Vorwürfe der IG seien aber so nicht hinnehmbar. „Wenn von arglistiger Täuschung und Goldgräberstimmung gesprochen wird, ist das eine Unverfrorenheit, die den Tatsachen widerspricht“, betont Wittner.

Ausstieg aus Atomenergie

Vor gut zwei Jahren sei durch die Atomkatastrophe in Fukushima von Seiten der Bundespolitik der mittelfristige Atomausstieg beschlossen worden, welcher auch dem klaren Meinungsbild in der Bevölkerung entspreche. Zur Sicherstellung der Energieversorgung sei daher der massive Ausbau alternativer Energien erforderlich, welcher wiederum ohne den Ausbau der Windkraft nicht möglich sei.

Der Teilregionalplan Energie Nordhessen 2013 gebe klare Kriterien für mögliche Windraftstandorte vor.

Bereits im Januar 2012 habe die Gemeindevertretung den Aufstellungsbeschluss für die 9. Änderung des Flächennutzungsplans beschlossen, um eine Ausweisung von geeigneten Standorten vorzunehmen und somit Fehlentwicklungen im Gemeindegebiet zu verhindern. Die SPD-Fraktion hat beschlossen, sich für den Windkraftstandort in Ufhausen auszusprechen. Letztlich gebe es vor dem Hintergrund der gesetzlichen Lage keine stichhaltigen Argumente, um den Standort abzulehnen. (red/nm)

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