Unternehmen erkundet Erdschichten

K+S misst bei Hohenwehrda

Messtrupp bei der Arbeit: Bei Hohenwerda hat K+S Messungen des Erd-Magnetfelds vorgenommen. Foto: nh

Hohenwehrda. Gerüchte über unbekannte Bohrungen im Bereich Hohenwehrda haben jüngst in Haunetal die Runde gemacht. Auch bei der HZ meldete sich eine besorgte Leserin, die sich unter anderem Sorgen um die Tiere im Vogelschutzgebiet machte.

Tatsächlich handelte es sich aber wohl um Messungen des Erd-Magnetfelds im Auftrag von K+S. Dies bestätigte so auch Haunetals Bauamtsleiter Frank Schott, der von anderen vermeintlichen Bohrungen nichts weiß. „Diese Messungen dienen der Erkundung der Erdschichten, in diesem Fall des südlichen Teils der Werra-Salzlagerstätte“, teilt K+S-Pressesprecher Ulrich Göbel mit. Technisch würden die Messungen durch eine Apparatur von etwa 0,5 mal 0,5 Meter auf einem Stativ durchgeführt. Die Messpunkte im Gelände werden zuvor geodätisch mit einem Tachymeter festgelegt. Der Gesamtvorgang ist laut Göbel „zerstörungsfrei“ und weder mit Straßensperrungen oder Emissionen verbunden. Das Messprogramm dauerte rund drei Wochen und ist am vergangenen Mittwoch abgeschlossen worden.

Die bisherigen Messungen haben im Bereich Mühlfeld/Rittersliede stattgefunden, zwischen Haunetal-Neukirchen und Hohenwehrda. Weitere Messungen dieser Art sind für das kommende Jahr südlich davon vorgesehen, heißt es vonseiten K+S.

„Bereits aus den Dimensionen der eingesetzten Technik ergibt sich zweifelsfrei, dass es sich nicht um Bohrungen gehandelt haben kann“, so Ulrich Göbel. Bei diesen würden regelmäßig ein großes Baufahrzeug mit einem Bohrgerät sowie umfangreiche Peripherietechnik auf einem fest eingerichteten Bohrplatz eingesetzt. (red/nm)

Kommentare