Förderbescheid in Höhe von 290 000 Euro für das DGH Rhina

Ein Meilenstein

Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt (Mitte) überreichte Bürgermeister Stefan Euler (links daneben) den Bewilligungsbescheid in Höhe von 290 000 Euro für das Dorfgemeinschaftshaus Rhina. Foto: Maaz

Rhina. „Ein freudiger Tag für Rhina“ war der gestrige Freitag laut Kurt Bolender, Vorsitzender des Arbeitskreises Dorferneuerung. Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt überreichte Bürgermeister Stefan Euler einen Bewilligungsbescheid in Höhe von rund 290 000 Euro für die geplante Sanierung und den Umbau des Dorfgemeinschaftshauses inklusive Feuerwehr im Rahmen der Dorferneuerung.

Auch wenn man derzeit aufs Geld gucken müsse, seien die Dorfgemeinschaftshäuser als Ort des Zusammenfindens wichtig, so der Landrat. „Der ländliche Raum lebt von der Gemeinschaft“, sagte er. Die Bedeutung der Häuser für die Bürger betonte auch der Bürgermeister. „Diese können keine kostendeckenden Einrichtungen sein, und das sollen sie auch nicht. Sie sollen für die Menschen da sein und haben an Aktualität nicht verloren“, so Euler, der auf eine rasche Umsetzung der Pläne hofft.

„Stimmiges Gesamtkonzept“

Auch der beauftragte Architekt Werner Emmerich war bei der Bescheidübergabe dabei. Er erklärte, dass erhebliche Investitionen auch ohne die nun im Rahmen der Dorferneuerung geplante Umgestaltung notwendig gewesen wären. Jetzt habe man gemeinsam ein stimmiges Gesamtkonzept entworfen. Der neue „Dorftreff“ als Begegnungsstätte für Jung und Alt soll barrierefrei und attraktiver gestaltet werden und einen Jugendraum bekommen – ohne sein äußeres Erscheinungsbild groß zu verändern.

Er sei in Rhina auf eine sehr engagierte und verschworene Gemeinschaft gestoßen, lobte der Architekt das Zutun der Bürger, die sich auch in Zukunft noch weiter einbringen „müssen“. Denn einige Arbeiten sollen in Eigenleistung erbracht werden – zum Beispiel das Ein- und Ausräumen, Elektro- und Wasserinstallationen sowie leichte Abbrucharbeiten. Informationszettel dazu seien bereits an alle Haushalte verteilt worden, teilte Kurt Bolender mit.

Nach langem Hin und Her bei der Planung und den Kosten soll der Neubau der Feuerwehr jetzt rund 340 000 Euro kosten, der gemeindliche Anteil daran beträgt laut Bürgermeister Euler 170 000 Euro. Für den Umbau des DGH fallen Kosten in Höhe von rund 640 000 Euro an, 220 000 Euro entfallen auf die Gemeinde.

Richtig losgehen kann es mit den Arbeiten aber erst, wenn der Gemeinde-Haushalt für 2013 beschlossen ist und die Ausschreibungen auf den Weg gebracht werden können.

Von Nadine Maaz

Kommentare