Elf Künstler stellen ihre Werke noch bis August in der Galerie Liebau aus

Leinwand und Skulpturen

Musik und Kunst vereint: Galerist Günther Liebau mit der Musikerin Anastasia Boksgorn vor der Skulptur „Kopf“, die Liebau aus dem Stein Travertin rosso meißelte. Links im Bild die „Frau mit Pistole“ der russischen Künstlerin Inna Artemova. Fotos: Desoi

Burghaun. Beeindruckendes finden Kunstinteressierte zurzeit in der Galerie Liebau in Burghaun: Noch bis Sonntag, 18. August, präsentieren hier preisgekrönte Künstler ihre Werke. Zur Vernissage begeisterte die Bad Hersfelderin Anastasia Boksgorn auf der Geige mit Variationen klassischer Musikstücke.

Mit Werken von Künstlern wie Inna Artemova, Yongtak Choi, Grigori Dor, Alexander Kotchetow, Livia Kubach und Michael Kropp, Andreas Krämmer und Yoichiro Nishida ist dem Galeristen Günter Liebau eine vielseitige Ausstellung gelungen. Erstmalig sind auch Werke des Japaners Yoichiro Nishida ausgestellt. Seine Bilder geben Einblicke in weite Räume. Der Betrachter schaut auf dreidimensionale, irreale Traumbilder in angenehmen, harmonischen Farben. Dazu Galerist Liebau: „Nishida entwirft seine neueren Bilder am Computer. Wenn die Skizze steht, wird gemalt und übermalt.“ Da Nishida überwiegend in Tokio lebt, konnte er persönlich nicht anreisen.

Werke kaufen und mitnehmen

Das Besondere an dieser Ausstellung ist, dass die Bilder und Skulpturen sofort und nicht erst zum Ende der Ausstellung verkauft werden. Es ist genug Nachschub in der Galerie und verkaufte Werke werden sofort ersetzt. Und sehenswert sind sie alle: Der russische Maler Alexander Kotchetow mit seinen in dunklen Farben gehaltenen Bildern oder auch die Werke von Grigori Dor, der die Vergänglichkeit festhalten will.

Ganz andere Eindrücke hinterlassen die Bilder Puck Steinbrechers. Seine harmonischen Landschaften zeigen in der Hauptsache Wasser und Wolken. Der Südkoreaner Yongtak Choi zeichnet sich durch eine impressionistische Malweise aus: Die verwendeten kräftigen Farben wirken bei jeder Lichteinwirkung anders. Dieser Effekt wird durch das Auftragen diverser Farbschichten erreicht. Auch die Werke von Ursula Jüngst bestechen mit grob, kräftig und saftig aufgetragenen, grellen Farben.

Andreas Krämmer ist in der Galerie Liebau kein Unbekannter. Seinen schweren Bronzefiguren ist eine gewisse unbeschwerte Leichtigkeit gegeben. Insider wissen: Er besuchte oft das Tanztheater von Pina Bausch und versuchte, seinen Figuren die leichten Bewegungen mitzugeben.

Wie frisch ausgegraben

Für das kleine Portemonnaie stehen, hochwertig gearbeitet, die kleinen Porzellanfiguren von Marion Walther bereit. Die Mischung aus Keramik, Porzellan und Stahl verleiht ihnen ein archaisches Aussehen. Beinahe wie frisch von einem Archäologen ausgegraben stehen die kleinen Figuren in der Galerie.

Die beeindruckende Gruppenausstellung ist einen Ausflug zur Galerie Liebau wert. Ab Sonntag, 21. Juli, ist sie nur nach Voranmeldung geöffnet, bis dahin donnerstags bis samstags von 15 bis 18 Uhr.

Von Christa Desoi

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