Galerie Liebau in Burghaun präsentiert verschiedene Sichtweisen auf ein Thema

Landschaft mal sieben

Hochkarätige Ausstellung: Der Burghauner Galerist Günter Liebau (zweiter von links) mit Michael Fieseler, Jörg Koltermann und Puck Steinbrecher (von links). Foto: nh

Burghaun. Eine Ausstellung der besonderen Art lässt sich derzeit in der Galerie Liebau in Burghaun betrachten. Unter dem Thema „Landschaften“ zeigen sieben Künstler ihre individuellen Sichtweisen und Blicke auf die Natur.

Wenn man durch die Räume der Galerie Liebau wandert, die Exponate betrachtet und genießt, dann sieht man einmal mehr, wie vielseitig die Landschaften dieser Welt sein können. Sieben Künstler geben derzeit Einblicke in verschollene Eiswelten, vom Herbst begrüßte Wälder, Wattenmeere oder einsame Straßenecken.

Künstler Michael Fieseler etwa zeigt ein Ölgemälde auf Leinwand mit dem Titel „Zeppelin – die große Reise“. „Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass ein Zeppelin nicht viel mit Landschaften zu tun hat. Jedoch bringt er uns in ferne Länder, lässt uns entdecken“, sagt Fieseler. Anders lässt Clemens Erlenbach die Kunst aufleben. Eine leere Straßenkreuzung ist zu sehen. Dabei muss der Betrachter genau hinschauen, ob es sich wirklich um eine Zeichnung oder eine Fotografie handelt.

Besser als Fotos

„Erlenbachs Zeichnungen sind besser als jede Fotografie. Eine perfekte malerische Leistung“, betont Günter Liebau, Inhaber der Galerie. Durch viele kleine Details setze sich ein neues Bild zusammen. Der Betrachter könne die malerische Reise des Künstlers neu und auf eigene Art und Weise erleben.

Der Künstler Jörg Koltermann beeindruckt durch Bilder im Bild. Seine Vorliebe für Autos bringt außergewöhnliche Motive, zeigt etwa den Blick durch einen Seitenspiegel oder den glänzenden Lack. „Es entsteht eine neue Realitätsebene. Mehrere Motive überlagern sich und zeigen harte, manchmal auch übertriebene Kontraste“, so Koltermann. In seinem Bild müsse eine gewisse Verfremdung entstehen, eine Verzerrung hergestellt werden.

Gerhard Riesbeck hingegen lässt den Betrachter „frieren“, nimmt ihn mit in die Eiswelten und Schneelandschaften von Grönland. „Ich zeichne das, was ich erlebt habe. Etwa eine Schiffsfahrt bei Nacht. Nur im Lichtkegel sieht man die Eisberge im Wasser“, sagt Riesbeck und gibt Einblicke in seine Kunst und in sein Leben.

Puck Steinbrecher zeigt Wasserbilder und verschiedene Blicke auf das Meer. Ruhige bis dramatische Motive machen seine Bilder zu besonderen Erlebnissen. „Das Wasserspiegeln wirkt wie ein 3D-Effekt“, erklärt Liebau.

Stimmig zeigen die Werke, wie Ideen direkt von der Hand gezeichnet werden. „Absetzen darf man da nicht, sonst ist man wieder raus“, erklärt Liebau.

Geht man weiter in der Galerie, findet man auch Werke von Künstler Andreas Wald sowie Günter Liebau selbst. Wald zeigt mit einer interessanten Farbgestaltung kleine Gassen, Straßen oder die Natur mit Acryl gezeichnet.

Veränderungen

Liebau hingegen zeige mit seinen Werken seine Liebe zum Wasser und auch zu südlichen Landschaften. Stark strukturiert und mit mehreren Spachtelschichten erarbeitet, lässt sich nur ansatzweise die Motivabsicht des Künstlers erkennen.

„Spannend ist zudem, dass sich das Bild durch die Lichteinstrahlung immer wieder verändert“, erklärt Liebau.

Von Lisa Krause

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