Bürgermeister Preßmann und Gäste erkundeten den Ars Natura von Unterhaun aus

Kunstwerke im Regen

Haunecks Bürgermeister Harald Preßmann (im Bild oben, links) eröffnete den neuen Rundweg. Duden und Zuse sind Thema des Kunstwerks von Ulrike Rös (rechtes Bild). Fotos: nh

Unterhaun. Nachdem der neue Abschnitt des Kunstwanderwegs Ars Natura im Kreis Hersfeld-Rotenburg fertiggestellt ist, haben Haunecks Bürgermeister Harald Preßmann und einige Gäste diesen kürzlich mit einer Wanderung ab Unterhaun eröffnet.

Beginnend an der Kirche in Unterhaun führt der Weg entlang des Weihersgrabens auf den Johannesberg, an den Ortsrand von Bad Hersfeld und über den historischen Kirchberg in Unterhaun wieder zurück zum Ausgangspunkt. Sandrino Sandinista Sander von der Ars-Natura-Stiftung freute sich über den fertiggestellten Abschnitt und wertete die Bedeutung des Weges.

Das Projekt Ars Natura führt inzwischen über eine Strecke von über 300 Kilometern entlang der Wanderwege X 3 und X 8 in Nordhessen sowie entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze und wird von Gästen aus ganz Deutschland besucht. Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg folgt der Weg von Norden kommend über Rotenburg dem X 3-Wanderweg (der Wildbahn) und geht weiter über Ludwigsau und Bad Hersfeld nach Hauneck. Dort schließt sich der neue Rundwanderweg an.

Auf der gemeinsamen Wanderung erläuterte Sandrino Sander den Gästen die sechs Kunstwerke entlang der gut sechs Kilometer langen Strecke. Geheimnisvolle Holz- und Steinskulpturen präsentieren sich dem Wanderer und laden ein zum Betrachten und Nachdenken.

Etwa 8000 Euro hat die Gemeinde Hauneck in die Kunstwerke investiert. Unterstützt vom örtlichen Bauhof wurden die Fundamente erstellt und die Objekte aufgestellt. Gut 6000 Euro werden über das EU-Leader-Programm finanziert. Gemeinsam mit den Nachbarkommunen Ludwigsau, Niederaula und Bad Hersfeld fließen bis 2015 insgesamt etwa 45 000 Euro in den Ausbau des Kunstwanderwegs, mit einer Leader-Förderung von gut 30 000 Euro.

Begeistert von den Kunstwerken zeigten sich die heimischen Gäste der Wanderung, die trotz Regens große Freude an der besonderen Tour hatten. Gerhard Kraft, Gemeindearchivar Haunecks, erläuterte zum Abschluss noch die kulturhistorischen Besonderheiten des Kirchbergs, der in den Kunstwanderweg einbezogen ist. Beim Abschluss mit Ahler Wurscht und Getränken war dann auch das Regenwetter schnell vergessen.

Ausgangspunkt für den Rundweg ist der Parkplatz an der Kirche in Unterhaun, die Wanderzeit beträgt 1,5 bis zwei Stunden. 2015 wird die Gemeinde Hauneck weitere Wanderungen auf der „Runde Hauneck“ anbieten. Bald soll der Weg auch an die Hauptwegestrecke von Ludwigsau und Bad Hersfeld angeschlossen werden. Bis 2015 wird zudem die weitere Strecke vom Johannesberg über Kohlhausen und Asbach hin zum Fuldatal und weiter über den Radweg nach Niederaula als Kunstwanderweg ausgeschildert und es werden weitere Werke aufgestellt. (red/nm)

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