Sportanlage Hauneck: Bau des Nebenplatzes beginnt – 220 000 Euro kostet die Herstellung

Der Kunstrasen kommt

Der erste Spatenstich: Um den Baubeginn des neuen B-Platzes mit Kunstrasen an der Sportanlage zwischen Unterhaun und Oberhaun zu symbolisieren, griffen Vertreter der Gemeinde, der Vereine und der beteiligten Firmen zum Arbeitsgerät. Das Bild zeigt vorne von links Georg Ruppel (Erster Beigeordneter), Sebastian Leitner (Firma Klei), Bernd Eidam (Vorsitzender TSV Oberhaun), Heiko Hummel (Vorsitzender SV Unterhaun), Planer Bernd Emmerich, Bürgermeister Harald Preßmann und Gemeindevertreter Rolf Döring. Foto: Maaz

Unterhaun/Oberhaun. Die Maschinen stehen schon bereit, und der erste kleine Erdaushub ist mit dem symbolischen Spatenstich auch geschehen: An der im vergangenen Jahr eröffneten Sportanlage Hauneck zwischen Unterhaun und Oberhaun beginnt nun der Bau des B-Platzes mit Kunstrasen.

Im Beisein von Vereins- und Gemeindevertretern sowie Planer Bernd Emmerich und zwei Mitarbeitern der ausführenden Firma Klei aus Baunatal gab Bürgermeister Harald Preßmann am Dienstag den offiziellen Startschuss. Er bezeichnete den Platz als „Gelände für die ganze Gemeinde“. Denn dieser soll unabhängig vom Vereinssport allen Kindern und Jugendlichen zum Bolzen und Toben zur Verfügung stehen, sofern er pfleglich und umsichtig behandelt wird.

Der Nebenplatz ist die Ersatzmaßnahme für den wegen des Baus der Ortsumgehung verloren gegangenen Oberhauner Sportplatz. Für den Verlust hat die Gemeinde eine Abschlagszahlung in Höhe von rund 500 000 Euro erhalten, die bereits in der bestehenden Anlage „verbaut“ sind. Die Herstellung des Platzes kostet die Gemeinde rund 220 000 Euro.

Geteilte Meinungen

„Die Gemeindegremien stehen geschlossen dahinter“, sagt Harald Preßmann, wenngleich es über den Kunstrasen geteilte Meinungen gebe. Vereinzelt waren im Vorfeld kritische Stimmen zu hören (die HZ berichtete). Vorteile gegenüber Rasen sind laut Preßmann die geringeren Unterhaltungskosten und die Bespielbarkeit das ganze Jahr hindurch.

Hauptnutznießer des neuen Platzes sind der SV Unterhaun und der TSV Oberhaun, die diesen für das Fußball- und Handballtraining nutzen wollen. Es sei aber auch vorstellbar, dort andere Sportarten wie etwa Gymnastik anzubieten, so der Vorsitzende des TSV Oberhaun, Bernd Eidam. „Es ist sicher interessant, im Sommer mal Gymnastik an der frischen Luft zu machen, statt in der stickigen Sporthalle“, überlegt der Vorsitzende. Konkrekte Pläne gebe es aber noch nicht.

Der Vorsitzende des SV Unterhaun, Heiko Hummel, hofft, das Training noch in diesem Jahr auf den B-Platz verlegen zu können. Zum einen, um den Rasenplatz im Herbst und im Winter zu schonen, wenn dieser überhaupt bespielbar ist. Und zum anderen, weil der 75 mal 50 Meter große B-Platz im Gegensatz zum A-Platz mit einer Flutlichtanlage ausgestattet ist. Denn schon bald wird es abends zu dunkel für das Training sein.

Sebastian Leitner, Bereichsleiter Sportplatzbau bei der Firma Klei, ist zuversichtlich: „Wenn das Wetter mitspielt, sollten wir im Oktober fertig sein.“ Die Firma Klei hat unter anderem die Plätze in Asbach und Heenes gebaut. Zunächst müssen der Oberboden abgetragen und die vorhandene Drainage freigelegt und eventuell ergänzt werden. Der Platz wird einen fünf Meter hohen Ballfangzaun bekommen. Zudem soll sichergestellt werden, dass das Gelände nicht mit Mopeds befahren werden kann, um Schäden zu vermeiden.

Von Nadine Maaz

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