Festlicher Höhepunkt nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten an Kirche St. Georg

Die Krönung steht bevor

Bis jetzt noch filigran eingerüstet: Der Turm der Eiterfelder Pfarrkirche St. Georg musste aufgrund von „immensen Holzschäden“ komplett erneuert werden. Zeitweise war er oben quasi abgebaut. Nach der morgen um 10 Uhr beginnenden Heiligen Messe erhält er Kugel und Kreuz zurück. Foto: Apel

Eiterfeld. Der Kirchturm der Eiterfelder Pfarrkirche ist immer noch eingerüstet. Nach dringend erforderlichen Restaurierungsarbeiten ist er aber so weit „runderneuert“, dass er am Sonntag wieder „bekrönt“ werden kann.

Wie Pfarrer Markus Blümel mitteilt, wird um 10 Uhr im Gottesdienst zunächst eine Urkunde verlesen, die an die Baumaßnahme erinnert und die später, wie es Brauch ist, im Inneren der Turmkugel, die im Zuge der Restaurierungsarbeiten abgenommen werden musste, aufbewahrt wird. Direkt im Anschluss an die Heilige Messe werden dann die Kugel und das ebenfalls abgenommene Kreuz wieder auf den Turm von St. Georg aufgesetzt.

Alle sind eingeladen

Alle Gottesdienstteilnehmer sind eingeladen zuzuschauen und bei einem kleinen Snack vor dem Eiterfelder Pfarrhaus mitzuerleben, wie der Turm festlich bekrönt wird.

Nach der Bekrönung, die man als weiteren Höhepunkt der Baumaßnahme bezeichnen kann, wird das Turmgerüst ein gutes Stück abgebaut. Sobald die auf knapp vier Wochen veranschlagten restlichen Anstreicharbeiten im Natursteinbereich des Turms abgeschlossen sind, wird es ganz abgebaut.

Arbeiten absolut notwendig

Für die Baumaßnahme verantwortlich ist der auf Denkmalpflege und Sanierung spezialisierte Eichenzeller Architekt Jürgen Krieg. Einmal mehr betont er auf Anfrage der HZ, dass alle Arbeiten „absolut notwendig“ gewesen seien, habe doch die Gefahr bestanden, „dass statische Bauteile versagen“.

Holzschäden

Die hölzerne Turmkonstruktion habe „immense Holzschäden“ aufgewiesen, so Krieg. Das habe dazu geführt, dass sich die Haube des Zwiebelturms um bis zu 30 Zentimeter geneigt habe. Beim Abtragen des Turms habe sich auch herausgestellt, dass alle Bauteile abgetragen und neu aufgebaut werden müssen. Soweit möglich, habe man beim Neuaufbau auf alte Teile zurückgegriffen.

Der veranschlagte Kostenrahmen, den Pfarrer Blümel auf 450 000 Euro taxiert hatte, sei nicht überschritten worden.

Von Wilfried Apel

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