DGH Odensachsen: Einwohner sind enttäuscht

Kosten für Neubau sprengen Rahmen

Haunetal. Der geplante Um- beziehungsweise Neubau des Dorfgemeinschaftshauses (DGH) in Odensachsen entwickelt sich zum Zankapfel. Der Ortsbeirat und der Arbeitskreis Dorferneuerung sind laut Ortsvorsteher Dirk Henkel enttäuscht, dass es nicht schneller vorangeht. Derweil scheint das Vorhaben teurer zu werden als vorgesehen.

„Wir sind seit sieben Jahren in der Dorferneuerung und eines der ersten Projekte sollte eigentlich das DGH sein“, sagt Henkel. Zugunsten des neuen Dorfmittelpunktes sei das Vorhaben aber damals zurückgestellt und später dann noch einmal gestoppt worden. Nun sollte es endlich losgehen, aber da bei den Planungen die Küche und die Theke vergessen worden seien, gebe es nun Probleme, den eigentlich vorgesehenen Kostenrahmen von 400 000 Euro einzuhalten.

„Die Euphorie und das Engagement gehen verloren“, klagt Henkel. Dabei sei man ja durchaus gewillt, Eigenleistungen zu erbringen. Zudem habe man das Zugeständnis gemacht, auf das eigentlich gut genutzte Schlachthaus zu verzichten. Bei der Kirmes in Odensachsen war jüngst zu lesen: „Sparen in Haunetal, das muss sein, aber nicht in Odensachsen allein!“ sowie „Ist Odensachsen im Haunetal nur zweite Wahl?“

Das neue DGH soll den Odensachsenern als zentraler Treffpunkt dienen, aber auch den anderen Dörfern des unteren Haunetals offenstehen, hatte es bei der kleinen Feierstunde im Januar geheißen, als Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt einen Förderbescheid im Rahmen der Dorferneuerung über 23 000 Euro überreichte. Der Abriss des DGH war damals für frühestens Ende 2014 in Aussicht gestellt worden. Ortsvorsteher Henkel geht nun vom Frühjahr 2015 aus, und bis dahin seien die Räumlichkeiten auch für Feiern vergeben.

Mehrere Varianten

Dass in der Zwischenzeit mehrere Planungsvarianten durchgesprochen wurden, bestätigt Haunetals Bauamtsleiter Frank Schott. Die aktuell vom Ortsbeirat und dem Arbeitskreis favorisierte Lösung läge bei rund 427 000 Euro. Anfang Juli soll es nun ein Treffen des Gemeindevorstands mit dem Architekten Elmar Wald geben, wohl auch um etwaige weitere Einsparmöglichkeiten zu prüfen.

Für die SPD-Fraktion hatte Gerhard Kauffunger in der jüngsten Gemeindevertretersitzung eine Anfrage zum DGH Odensachsen eingereicht. „Glaubt der Gemeindevorstand ernsthaft, dass die netto 400 000 Euro Obergrenze ausreichen, um das Projekt zu realisieren?“, fragt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende darin unter anderem. Er plädiert dafür, die finanzielle Lücke zugunsten Odensachsens zu schließen und das Projekt nicht scheitern zu lassen. Kauffunger verweist zudem auf eine höhere Förderung bei höheren Gesamtkosten für den Neubau. (nm)

Kommentare