Haunetaler Landwirte sollen Projekt unterstützen

Kooperation für besseres Wasser

Vertragsübergabe: Haunetal will sich für einen besonderen Schutz der Ressource Wasser einsetzen. Links Bürgermeister Gerd Lang, daneben Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke. Foto: nh

Haunetal. Die Marktgemeinde Haunetal will sich für sauberes Grund- und Oberflächenwasser einsetzen, und hat sich deshalb die Umsetzung der sogenannten Wasserrahmenrichtlinie auf die Fahnen geschrieben.

Nachdem Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke und Bürgermeister Gerd Lang bereits einen Vertrag zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie in Haunetal unterzeichnet hatten, erfolgte kürzlich die offizielle Übergabe durch das RP an die Marktgemeinde.

Für Umwelt und Bürger

Die Umwelt und alle Bürger profitieren von diesem Projekt, teilt Gerd Lang mit. Sinkende Nitratbelastungen auf den Flächen und die Verringerung der Phosphateinträge in die Gewässer sollen für besseres Oberflächen- und Grundwasser sorgen, und wiederum die Lebensqualität verbessern. Mit dem Vertrag ist ein Beratungs- und Maßnahmenmanagement zur Reduzierung der Stickstoffeinträge und zur Minderung der Erosion auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen vereinbart worden. Ziel ist die flächenhafte Reduzierung der Nitratbelastung im Grundwasser zur nachhaltigen Sicherung der Ressource Wasser – in enger Zusammenarbeit mit den Landwirten.

Im gesamten Vertragsraum sind landwirtschaftliche Nutzflächen von circa 2562 Hektar in den Gemarkungen Hermannspiegel, Holzheim, Kruspis, Mauers, Meisenbach, Müsenbach, Neukirchen, Oberstoppel, Odensachsen, Rhina, Schletzenrod, Stärklos, Unterstoppel, Wehrda und Wetzlos erfasst.

Die Umsetzung des Projektes soll vertrauensvoll und zielorientiert auf der Basis einer freiwilligen Zusammenarbeit mit den Landwirten erfolgen. Die landwirtschaftlichen Betriebe sollen detailliert und kostenlos darüber beraten werden, wie sie die Schadstoffeinträge so gering wie möglich gestalten oder wie sie dafür sorgen, dass die Einträge so niedrig bleiben, wie sie sind. Die Kosten finanziert das Land Hessen. Des Weiteren sollen freiwillige Maßnahmen, wie der Anbau von Zwischenfrüchten, über das Hessische Programm für Agrarumwelt- und Landschaftspflege (HALM) angeboten und umgesetzt werden.

„Der Erfolg beruht auf Freiwilligkeit und Kooperationswillen“, betonen Lübcke und Lang. „Wir rufen alle Flächenbewirtschafter und alle Personen und Organisationen, die sich dem Grundwasserschutz verpflichtet fühlen, auf, sich in das Projekt einzubringen.“

Die Marktgemeinde betreibt selbst fünf Trinkwasserbrunnen und wurde vom Regierungspräsidium als Projektträger ausgewählt. (red/nm)

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