Eiterfelds Vertreter genehmigen Zuschuss von „nur“ 22 000 Euro für Vereinsheim

Kleine Ausnahme ärgert SC

Das alte Vereinsheim vom SC Soisdorf soll einem Neubau weichen. Dafür gibt es einen Zuschuss 22 000 Euro. Foto: Burkhardt

Soisdorf. „Das ist traurig. Wegen 8000 Euro diskutieren die hier“, echauffierte sich der ältere Herr vom SC Soisdorf, nachdem die Eiterfelder Gemeindevertreter es in ihrer jüngsten Sitzung abgelehnt hatten, dem Verein einen Zuschuss in Höhe von 30 000 Euro für einen Neubau des Vereinsheims zu geben.

Stattdessen soll ein Zuschuss in Höhe von maximal 22 000 Euro gewährt werden. Diese Summe ergibt sich aus einer zehnprozentigen Förderung der Gesamtkosten von 120 000 Euro und der Übernahme der Kanalanschlusskosten. Für diese Lösung stimmten 22 Gemeindevertreter, dagegen waren vier (unter anderem die Grünen), zwei enthielten sich. Für den Zuschuss in Höhe von 30 000 Euro hatten die CDU und Winfried Jost (FWG) gestimmt.

Vorsitzender Angelo Jost, der mit 35 Vereinsmitgliedern zu der Sitzung erschienen war, sagte nach der Entscheidung, man sei „ziemlich enttäuscht“. In einer Vorstandssitzung wolle man klären, ob und wie das Projekt verwirklicht werden kann. Das werde sehr schwierig, denn jetzt fehlten nicht nur 8000 Euro von der Gemeinde, sondern auch 6000 Euro, die man sich eigentlich vom Hessischen Fußballverband erhofft habe. Das Vereinsheim des SC ist nach Angaben von Jost eigentlich nur eine kleine Holzbaracke, die schon 40 Jahre alt sei.

Das Hauptargument in der Diskussion gegen eine höhere Förderung war das Thema Gleichbehandlung: So sagte Theodor Kohlmann (FWG), zehn Jahre lang hätten alle Vereine zehn Prozent Förderung erhalten. So stehe es in den Richtlinien. Er wisse nicht, was er denen sagen solle, wenn man dem SC nun 30 Prozent gewähre. Gert Oehrling (CDU) meinte, deshalb müsse eine Abweichung stichhaltig begründet sein. Dies sei möglich, immerhin sei dies die erste Investition in das Vereinsheim in Soisdorf. Der Verein habe ein deutlich reduziertes und nachvollziehbares Konzept vorgelegt, das Unterstützung verdiene. Man müsse auch bedenken, dass aus der Dorferneuerung für diese Projekte keine Förderung mehr zu erwarten sei.

Angelo Jost erklärte, man habe dem CDU-Landtagsabgeordneten Dr. Walter Arnold bereits einen Antrag zur Prüfung weitergeleitet. Hubert Wittner (SPD) sagte, man mache sich total unglaubwürdig, wenn man von den Richtlinien abweiche. Artur Storch (Grüne) befürchtete Doppelstrukturen. Immerhin gebe es ja unweit das Dorfgemeinschaftshaus. Angesichts des demographischen Wandels könne man nicht immer mehr Häuser bauen, die irgendwann leer stünden. (ag)

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