Silberner Haunetaler für Autor Delius – Thema Straßenbeleuchtung spaltet Fraktionen

Kita-Plätze werden teurer

Haunetal. 15 Tagesordnungspunkte hatten die Haunetaler Gemeindevertreter in ihrer jüngsten Sitzung am Dienstagabend in Oberstoppel abzuarbeiten, und während sie sich in einigen Punkten schnell einig waren, gingen die Meinungen in anderen weit auseinander.

Gescheitert ist etwa die FWG mit ihrem Antrag, dem in Wehrda aufgewachsenen Schrifsteller Friedrich Christian Delius den goldenen Haunetaler statt des silbernen zu verleihen. Dies war vor rund anderthalb Jahren beschlossen worden, doch laut des Fraktionsvorsitzenden Klaus Billing, der sich mit der Verleihung positive Schlagzeilen für die Gemeinde erhoffte, sei damit gegen die Satzung zur Verleihung des Haunetalers verstoßen worden.

Während der silberne Haunetaler für ehrenamtlich in der Gemeinde Tätige und Andere, die sich vorbildlich für die Gemeinde eingesetzt haben, gedacht sei, stehe der goldene Haunetaler Persönlichkeiten zu, die sich zum Beispiel auf kulturellem Gebiet anerkennenswerte Dienste erworben haben. SPD-Vertreter Frank Wiegand sah in den Formulierungen Interpretationsspielraum, während CDU-Vertreter Dr. Hans-Jörg Leister zwar für den goldenen Taler stimmte, aber der Meinung war, Delius sei als Fast-Nobelpreisträger eigentlich ohnehin „eine Nummer zu groß für uns“. Letztlich wurde der FWG-Antrag mit 15 zu vier Stimmen abgelehnt. Eine Frage allerdings stand im Raum: Warum der Haunetaler nicht längst verliehen sei?

Auf höhere Kita-Gebühren müssen sich Haunetaler Eltern einstellen. So wird zum Beispiel die Halbtagsbetreuung für ein Kind künftig 85 Euro pro Monat statt bisher 70 Euro kosten. Die Gebühr für die Ganztagsbetreuung erhöht sich von 100 auf 120 Euro pro Monat. Andreas Kimpel (CDU) sprach von einer moderaten Erhöhung, Frank Neuber (SPD) war da anderer Meinung, zudem sah er keine Notwendigkeit, die Gebühren überhaupt zu erhöhen. Mit 15 Ja-Stimmen wurde der Vorlage des Gemeindevorstands zugestimmt.

Keine Entscheidung fällten die Gemeindevertreter über das Ansinnen der Gemeinde, die Straßenbeleuchtung zwischen 0 und 5 Uhr auszuschalten, um so etwa 9000 Euro pro Jahr zu sparen. Während Klaus Billing (FWG) darauf hinwies, dass es früher auch so war und man so den Willen, zu sparen, demonstrieren könne und die CDU den Klimaschutzaspekt betonte, war die SPD gegen das Vorhaben. Nun sollen erst einmal die Ortsbeiräte zu dem Thema befragt werden. Der Ortsbeirat Meisenbach nannte die Einsparungsmaßnahme bereits „bürgerunfreundlich“.

Weitere Texte

Von Nadine Maaz

Kommentare